Warum Teneriffa das perfekte Reiseziel ist
Teneriffa wird häufig auf Sonne, Strand und den Teide reduziert. Das ist verständlich, beschreibt die größte der Kanarischen Inseln aber nur teilweise. Ihre eigentliche Stärke liegt darin, dass sich auf relativ kleiner Fläche sehr unterschiedliche Arten von Urlaub miteinander verbinden lassen. Morgens kann man durch feuchte Lorbeerwälder im Anaga-Gebirge wandern, am Nachmittag an einem hellen Sandstrand liegen und am Abend in einem Küstenort bei 20 Grad draußen essen.
Dazu kommt ein Vorteil, den viele klassische Mittelmeerziele nicht bieten: Teneriffa funktioniert praktisch das ganze Jahr über. Während Mallorca, Kreta oder die Algarve im Winter deutlich ruhiger und kühler werden, bleiben besonders der Süden und Südwesten Teneriffas attraktive Reiseziele für einen Bade-, Wander- oder Aktivurlaub.
Die Insel ist allerdings nicht überall gleich. Wer Teneriffa wirklich genießen möchte, sollte wissen, welche Region zum eigenen Reisestil passt. Costa Adeje fühlt sich völlig anders an als Puerto de la Cruz, das Anaga-Gebirge hat wenig mit Los Cristianos gemeinsam, und selbst beim Wetter können zwischen Nord- und Südseite erstaunliche Unterschiede bestehen.
Ganzjährig mildes Klima – aber nicht überall dasselbe Wetter
Einer der wichtigsten Gründe für eine Reise nach Teneriffa ist das Klima. An der Küste liegen die Tageshöchsttemperaturen im Winter häufig um 20 bis 24 °C, im Sommer meist zwischen etwa 25 und 30 °C. Extreme Hitze ist möglich, insbesondere während einer Calima, aber über lange Zeiträume ist das Klima vergleichsweise ausgeglichen.
Entscheidend ist die Wahl der Region.
Der Süden: mehr Sonne und bessere Chancen auf Badewetter
Costa Adeje, Playa de las Américas, Los Cristianos und die Küste Richtung Callao Salvaje gehören zu den trockensten und sonnigsten Gegenden der Insel. Wer im Januar oder Februar hauptsächlich wegen Sonne und Strand nach Teneriffa fliegt, ist hier normalerweise besser aufgehoben als im Norden.
Besonders angenehm sind Costa Adeje und Los Cristianos für Reisende, die ohne großen Planungsaufwand Urlaub machen möchten. Strände, Restaurants, Supermärkte, Ausflugsanbieter und Busverbindungen befinden sich direkt vor Ort.
Dafür ist die Landschaft trockener und vielerorts stark bebaut. Wer kleine historische Orte, grüne Täler und kanarische Architektur sucht, findet im Norden interessantere Alternativen.
Der Norden: grüner, authentischer und wechselhafter
Puerto de la Cruz, La Orotava, Los Realejos und die Küste rund um El Sauzal und Tacoronte wirken deutlich grüner. Wolken bleiben häufiger an den Nordhängen des Teide-Massivs hängen, wodurch eine üppigere Vegetation entsteht.
Puerto de la Cruz ist deshalb eine gute Wahl für Reisende, die Stadtleben, traditionelle Architektur, Restaurants und Natur miteinander verbinden möchten. Von hier erreicht man beispielsweise La Orotava, das Orotava-Tal und zahlreiche Wandergebiete wesentlich schneller als von Costa Adeje.
Der Preis dafür ist ein höheres Wolken- und Regenrisiko, besonders im Winter.
Kurz gesagt: Für einen klassischen Winterurlaub mit möglichst viel Sonne ist der Süden meist die sicherere Wahl. Für Wandern, Landschaft und kanarisches Flair hat der Norden häufig mehr Charakter.
Der Teide macht Teneriffa außergewöhnlich
Mit 3.715 Metern ist der Pico del Teide der höchste Berg Spaniens und das geografische Zentrum Teneriffas. Schon die Fahrt in den Teide-Nationalpark gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen der Insel.
Wer beispielsweise von La Orotava hinauffährt, erlebt innerhalb kurzer Zeit mehrere Vegetations- und Klimazonen. Die grünen Hänge gehen in Kiefernwald über, bevor sich oberhalb der Baumgrenze die fast vegetationslose Vulkanlandschaft der Las Cañadas öffnet.
Für einen ersten Besuch muss man nicht einmal auf den Gipfel steigen. Die Roques de García gegenüber dem Parador de Las Cañadas del Teide bieten eine der besten Möglichkeiten, die Landschaft zu Fuß kennenzulernen. Auch kurze Stopps an Aussichtspunkten entlang der TF-21 und TF-24 lohnen sich.
Wer höher hinaus möchte, kann die Teide-Seilbahn nutzen. Die Talstation liegt bereits auf rund 2.350 Metern Höhe. Für den eigentlichen Gipfelbereich gelten zusätzliche Zugangsregeln und Genehmigungen, die man rechtzeitig vor der Reise prüfen sollte.
Ein häufiger Fehler besteht darin, die Temperaturen an der Küste als Maßstab zu nehmen. Auf über 2.000 Metern kann es selbst dann kalt und windig sein, wenn man morgens in Costa Adeje bei T-Shirt-Wetter gestartet ist. Feste Schuhe und eine zusätzliche Jacke gehören deshalb ins Auto oder in den Rucksack.
Strände für sehr unterschiedliche Urlaubstypen
Teneriffa besitzt keine endlosen weißen Sandstrände wie Fuerteventura. Dafür ist die Auswahl ungewöhnlich abwechslungsreich.
Playa de Las Teresitas: der Klassiker bei Santa Cruz
Die Playa de Las Teresitas bei San Andrés unterscheidet sich deutlich von vielen natürlichen Stränden Teneriffas. Der helle Sand wurde importiert, ein Wellenbrecher schützt große Teile der Bucht und das Wasser ist dadurch häufig ruhiger.
Der Strand eignet sich besonders für Familien und Reisende, die entspannt schwimmen möchten. Von Santa Cruz ist Las Teresitas außerdem schnell erreichbar.
Playa de Las Vistas: praktisch für einen klassischen Badeurlaub
Zwischen Los Cristianos und Playa de las Américas liegt die Playa de Las Vistas. Die lange Promenade, Restaurants, Geschäfte und die gute touristische Infrastruktur machen sie zu einem der unkompliziertesten Strände der Insel.
Wer morgens nur ein Handtuch nehmen und zu Fuß zum Meer gehen möchte, findet rund um Las Vistas zahlreiche Hotels und Apartments.
Playa del Duque: gepflegt und deutlich exklusiver
In Costa Adeje befindet sich mit der Playa del Duque eine der elegantesten Strandzonen Teneriffas. Die Umgebung ist gepflegt, direkt dahinter liegen hochwertige Hotels, Restaurants und Einkaufsbereiche.
Unterkünfte sind hier entsprechend teurer. Während einfache Apartments außerhalb der beliebtesten Küstenlagen je nach Saison teilweise ab etwa 60–90 Euro pro Nacht erhältlich sind, können gute Hotels rund um Playa del Duque problemlos 150–300 Euro oder mehr pro Nacht kosten.
La Tejita: mehr Natur, weniger Resort
Wer große Hotelanlagen vermeiden möchte, sollte sich die Playa de La Tejita neben der Montaña Roja ansehen. Der Strand wirkt wesentlich offener und natürlicher als die Strände von Costa Adeje.
Allerdings ist La Tejita windanfälliger. Genau deshalb ist die Gegend um El Médano wiederum bei Wind- und Kitesurfern beliebt.
Anaga: Teneriffas völlig andere Seite
Wer nur Costa Adeje und den Teide besucht, bekommt lediglich einen Teil Teneriffas zu sehen. Der Nordosten rund um das Anaga-Gebirge wirkt stellenweise wie eine andere Insel.
Schmale Straßen führen durch Lorbeerwälder, über steile Bergrücken und hinunter zu kleinen Dörfern wie Taganana und Almáciga. Aussichtspunkte wie der Mirador Pico del Inglés zeigen, wie zerklüftet dieser Teil Teneriffas tatsächlich ist.
Ein interessantes Tagesprogramm beginnt beispielsweise morgens in La Laguna, führt anschließend über die TF-12 durch Anaga und endet in Taganana oder Almáciga an der Nordküste.
Hier sollte man allerdings nicht zu optimistisch mit Fahrzeiten rechnen. Auf der Karte wirken die Entfernungen kurz, doch enge Kurven, Aussichtspunkte und langsamer Verkehr machen die Fahrt wesentlich länger als eine vergleichbare Strecke auf der TF-1.
Wer leicht reisekrank wird oder ungern auf schmalen Bergstraßen fährt, sollte das bei der Planung berücksichtigen.
Städte statt ausschließlich Ferienanlagen
Teneriffa eignet sich auch für Reisende, die nicht zwei Wochen in einem Resort verbringen möchten.
Santa Cruz de Tenerife
Die Inselhauptstadt ist keine typische Ferienhochburg. Rund um die Calle del Castillo, die Plaza del Príncipe und den Mercado de Nuestra Señora de África erlebt man einen wesentlich alltäglicheren Teil Teneriffas.
Der Mercado de Nuestra Señora de África ist beispielsweise ein guter Ort, um Obst, Käse, Fisch und kanarische Produkte kennenzulernen. Für einen Stadtaufenthalt ist Santa Cruz interessant, als Basis für einen klassischen Strandurlaub dagegen weniger geeignet.
San Cristóbal de La Laguna
La Laguna besitzt einen hervorragend erhaltenen historischen Stadtkern mit farbigen Fassaden, Innenhöfen und Fußgängerstraßen. Die Stadt liegt höher als Santa Cruz und kann besonders abends merklich kühler sein.
Wer Geschichte, Architektur und Cafés interessanter findet als Hotelpools, sollte mindestens einige Stunden für La Laguna einplanen.
Puerto de la Cruz
Puerto de la Cruz bietet einen guten Mittelweg. Die Stadt ist touristisch erschlossen, hat aber gleichzeitig ein gewachsenes Zentrum und ein deutlich anderes Ambiente als die großen Ferienorte im Süden.
Restaurants, die Altstadt, die Küste und der Lago Martiánez liegen relativ nah beieinander. Dadurch eignet sich Puerto de la Cruz besonders für Reisende, die nicht jeden Tag ein Auto benutzen möchten.
Essen auf Teneriffa: abseits der Promenade wird es interessanter
Natürlich findet man in Playa de las Américas problemlos Pizza, Burger, Steak und internationale Küche. Wer etwas typisch Kanarisches essen möchte, sollte jedoch zumindest einmal die touristischen Hauptpromenaden verlassen.
Eine Besonderheit sind die sogenannten Guachinches, ursprünglich einfache Lokale, in denen Winzer eigenen Wein zusammen mit hausgemachten Speisen anboten. Besonders bekannt dafür ist der Norden der Insel, etwa rund um La Orotava, Santa Úrsula, La Victoria und Tacoronte.
Typische Gerichte sind beispielsweise Papas arrugadas mit Mojo, gegrilltes Fleisch, Garbanzas, Ziegenkäse und verschiedene Eintöpfe.
Für ein einfaches Essen kann man außerhalb der touristischen Spitzenlagen häufig mit ungefähr 10–20 Euro pro Person rechnen. In normalen Restaurants sind etwa 15–30 Euro realistisch, während gehobene Restaurants in Costa Adeje schnell 40–70 Euro oder deutlich mehr pro Person kosten können.
Der Unterschied zwischen den Regionen ist spürbar. Direkt an einer touristischen Promenade zahlt man häufig für Lage und Meerblick mit. Ein paar Straßen weiter oder in Orten ohne große Hotelanlagen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis oft besser.
Teneriffa ist eine ausgezeichnete Insel für Wanderer
Eine der größten Stärken Teneriffas ist die enorme Auswahl an Wanderlandschaften.
Im Teide-Nationalpark läuft man durch vulkanisches Hochland. In Anaga führen Wege durch feuchten Lorbeerwald und über steile Bergkämme. Im Teno-Gebirge im Westen dominieren tiefe Schluchten und dramatische Felslandschaften.
Auch weniger bekannte Gebiete sind interessant. Der Malpaís de Güímar beispielsweise bietet eine vergleichsweise einfache Wanderung durch eine trockene Vulkanlandschaft direkt an der Küste. Rund um Chinamada im Anaga-Gebirge findet man dagegen deutlich anspruchsvolleres Gelände mit spektakulären Ausblicken.
Für bekannte Wanderungen wie die Masca-Schlucht gelten Zugangsbeschränkungen und organisatorische Vorgaben. Deshalb sollte man bei stark regulierten Routen nicht einfach morgens hinfahren und darauf hoffen, spontan starten zu können.
Für viele andere Wanderungen fallen dagegen überhaupt keine Eintrittskosten an. Gerade dadurch lässt sich auf Teneriffa auch mit überschaubarem Budget viel unternehmen.
Ein Mietwagen verändert den Urlaub deutlich
Man kann Teneriffa ohne Auto bereisen. Das Busnetz von TITSA verbindet Santa Cruz, La Laguna, Puerto de la Cruz, den Flughafen und die großen Feriengebiete recht gut.
Für einen reinen Strandurlaub in Los Cristianos oder Costa Adeje ist ein Mietwagen daher nicht zwingend notwendig.
Wer jedoch Anaga, Teno, kleine Bergdörfer und verschiedene Aussichtspunkte besuchen möchte, gewinnt mit einem Auto erheblich an Flexibilität.
Kleine Mietwagen sind außerhalb extremer Nachfragezeiten teilweise für ungefähr 20–35 Euro pro Tag erhältlich. In Ferienzeiten oder bei kurzfristiger Buchung können die Preise wesentlich höher liegen. Bekannte lokale Anbieter sind unter anderem Cicar und AutoReisen, daneben gibt es die großen internationalen Vermieter an beiden Flughäfen.
Für Bergstraßen ist ein besonders großes Fahrzeug nicht unbedingt von Vorteil. In Orten wie Masca oder Taganana können enge Straßen und kleine Parkplätze mit einem kompakten Auto sogar angenehmer sein.
Teneriffa für Familien
Familien gehören zu den wichtigsten Besuchergruppen der Insel. Dafür gibt es gute Gründe.
In Costa Adeje befindet sich beispielsweise der Siam Park, einer der bekanntesten Wasserparks Europas. Ein Tagesticket liegt je nach Tarif und aktuellen Preisen grob im Bereich von rund 40–50 Euro für Erwachsene.
In Puerto de la Cruz ist der Loro Parque eine der meistbesuchten Attraktionen. Wer beide Parks besuchen möchte, sollte Kombiangebote prüfen, da sie günstiger sein können als zwei separat gekaufte Eintrittskarten.
Für Familien mit kleinen Kindern sind geschützte Strände wie Las Teresitas oder einige Strandabschnitte in Los Cristianos und Costa Adeje häufig angenehmer als offene Naturstrände an der Nordküste, wo Brandung und Strömungen stärker sein können.
Auch für längere Aufenthalte interessant
Teneriffa ist nicht nur ein Ziel für sieben oder zehn Tage. Die Insel eignet sich erstaunlich gut für Aufenthalte von mehreren Wochen.
Supermärkte wie Mercadona, Lidl, HiperDino und Aldi sind weit verbreitet, die Straßeninfrastruktur ist gut und in den größeren Orten gibt es zahlreiche Dienstleistungen für den Alltag.
Wer länger bleibt, sollte bei der Unterkunft nicht ausschließlich auf die Entfernung zum Strand achten. Für drei Tage ist ein Apartment direkt an der Promenade praktisch. Bei einem Aufenthalt von sechs Wochen können dagegen Supermarkt, Parkplatz, Verkehrslärm und eine funktionierende Küche wichtiger werden.
Auch die Preisunterschiede sind erheblich. Costa Adeje und die attraktivsten Lagen im Süden gehören zu den teuersten Gebieten. Orte außerhalb der ersten Küstenlinie oder im Norden können bei längeren Aufenthalten deutlich günstiger sein.
Wie teuer ist ein Urlaub auf Teneriffa?
Teneriffa kann sowohl relativ günstig als auch ausgesprochen luxuriös sein.
Ein Paar mit Apartment, Mietwagen und überwiegend einfachen lokalen Restaurants kann außerhalb der teuersten Reisezeiten mit einem Tagesbudget von ungefähr 100–160 Euro zuzüglich Flug auskommen. Wer ein Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel in Costa Adeje, gehobene Restaurants und organisierte Ausflüge bevorzugt, erreicht dagegen schnell 250–400 Euro pro Tag oder mehr.
Bei Unterkünften spielen Saison und Lage eine besonders große Rolle. Weihnachten, Neujahr, Schulferien und die europäischen Wintermonate können teuer sein, weil Teneriffa gerade dann einen entscheidenden klimatischen Vorteil gegenüber dem europäischen Festland besitzt.
Wer flexibel ist, findet im Mai, Juni, September und teilweise im Herbst häufig ein interessantes Verhältnis zwischen Wetter, Besucherzahlen und Unterkunftspreisen.
Teneriffa oder andere Kanareninseln?
Teneriffa ist nicht automatisch die beste Kanareninsel für jeden.
Fuerteventura ist interessanter, wenn lange Sandstrände absolute Priorität haben. Lanzarote wirkt in vielen Regionen landschaftlich reduzierter und besitzt eine besonders markante vulkanische Architektur. Gran Canaria bietet ebenfalls eine starke Kombination aus Stränden, Bergen und Stadtleben und ist damit der direkteste Konkurrent Teneriffas.
Teneriffas Vorteil liegt vor allem in der Vielfalt.
Auf einer einzigen Reise kann man den 3.715 Meter hohen Teide, die Wälder von Anaga, die historischen Straßen von La Laguna, die Ferienorte des Südens, schwarze Vulkanstrände und grüne Täler im Norden erleben.
Genau diese Kontraste verhindern, dass die Insel nach wenigen Tagen eintönig wird.
Welche Region passt zu wem?
Wer zum ersten Mal nach Teneriffa kommt, kann die Wahl der Unterkunft relativ einfach eingrenzen.
Costa Adeje eignet sich für Komfort, Strände, hochwertige Hotels und möglichst zuverlässiges Sonnenwetter.
Los Cristianos ist praktisch für Strandurlaub, Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel und Fährverbindungen zu anderen Kanareninseln.
El Médano passt besser zu Reisenden, die eine lockerere Atmosphäre, Wassersport und weniger klassische Resortarchitektur bevorzugen.
Puerto de la Cruz ist eine der besten Optionen für eine Kombination aus Stadt, Natur und Nordteneriffa.
Santa Cruz eignet sich für Stadtleben und als Ausgangspunkt für Anaga und Las Teresitas.
La Laguna ist interessant für Architektur, Geschichte und Reisende, denen ein kühleres Klima nichts ausmacht.
Wer ein Auto hat und nicht jeden Abend eine touristische Promenade benötigt, kann außerdem kleinere Orte in Betracht ziehen. Dadurch erlebt man häufig einen wesentlich ruhigeren Teil der Insel.
Was man auf Teneriffa eher vermeiden sollte
Die größte Fehlentscheidung besteht darin, die Insel wie ein einheitliches Badeziel zu behandeln. Eine günstige Unterkunft im Norden ist nicht automatisch ein guter Ersatz für Costa Adeje, wenn man im Januar täglich am Strand liegen möchte. Umgekehrt ist ein teures Resort im Süden nicht unbedingt sinnvoll, wenn Wandern in Anaga und Besuche in La Laguna im Mittelpunkt stehen.
Auch die Entfernungen sollte man nicht unterschätzen. Teneriffa sieht auf der Karte klein aus, aber Berge und kurvenreiche Nebenstraßen verlängern viele Fahrten erheblich.
Wer täglich zwischen Nord und Süd pendeln möchte, verbringt schnell mehr Zeit im Auto als geplant. Besser ist es, eine Region passend zu den wichtigsten Aktivitäten auszuwählen oder bei einer längeren Reise die Unterkunft einmal zu wechseln.
Fazit: Warum lohnt sich Teneriffa?
Teneriffa ist vor allem deshalb ein außergewöhnlich gutes Reiseziel, weil man sich nicht für nur eine Art von Urlaub entscheiden muss.
Man kann morgens durch den Lorbeerwald von Anaga wandern, am nächsten Tag auf über 2.000 Metern durch die Vulkanlandschaft des Teide-Nationalparks fahren und einen weiteren Tag am Strand von Las Teresitas oder Las Vistas verbringen. Dazu kommen historische Städte wie La Laguna, lebendige Orte wie Puerto de la Cruz und eine touristische Infrastruktur, die Reisen auch ohne umfangreiche Vorbereitung relativ einfach macht.
Für reine Strandfans gibt es Inseln mit längeren Sandstränden. Für ausschließlich günstigen Urlaub existieren ebenfalls billigere Reiseziele. Teneriffas Stärke ist die Kombination: mildes Klima, Berge, Meer, Wandern, Städte, gute Infrastruktur und überraschend unterschiedliche Landschaften auf überschaubarer Fläche.
Wer die passende Region als Basis auswählt und sich nicht ausschließlich zwischen Hotelpool und Strandpromenade bewegt, versteht schnell, warum viele Besucher nicht nur einmal nach Teneriffa kommen.


