Wo übernachten auf Teneriffa? Die besten Regionen für deinen Urlaub
Die Frage „Wo übernachten auf Teneriffa?“ lässt sich nicht einfach mit „im Süden“ oder „im Norden“ beantworten. Teneriffa ist zwar nur rund 80 Kilometer lang, doch die Unterschiede zwischen den einzelnen Urlaubsorten sind erstaunlich groß. Klima, Strände, Restaurants, Nachtleben und Landschaft können sich innerhalb einer Stunde Autofahrt komplett verändern.
Wer morgens möglichst zuverlässig Sonne und nachmittags einen Sandstrand vor der Haustür möchte, ist in Costa Adeje, Los Cristianos oder Playa de las Américas meist besser aufgehoben. Für grüne Landschaften, kanarische Städte und ein weniger vom klassischen Badeurlaub geprägtes Umfeld sind Puerto de la Cruz, La Orotava oder La Laguna interessanter. Und wer vor allem Ruhe sucht, sollte sich Orte wie Los Gigantes, Garachico oder die Küste von Guía de Isora ansehen.
Hier findest du die wichtigsten Regionen Teneriffas mit ihren tatsächlichen Vor- und Nachteilen.
Costa Adeje – die komfortable Wahl im sonnigen Süden
Costa Adeje ist für viele Urlauber die unkomplizierteste Antwort auf die Frage, wo man auf Teneriffa übernachten sollte. Der Ferienort liegt an der Südwestküste und bietet eine Kombination aus relativ stabilem Wetter, guten Stränden, Restaurants, Einkaufszentren und einer großen Auswahl hochwertiger Hotels.
Allerdings ist Costa Adeje keine einheitliche Gegend. Rund um Playa de Fañabé und Playa de Torviscas ist viel los. Die Promenade ist voller Restaurants und Geschäfte, und praktisch alles lässt sich zu Fuß erreichen.
Weiter westlich rund um Playa del Duque wird die Atmosphäre deutlich exklusiver. Hier liegen Hotels wie das Bahía del Duque, das Iberostar Selection Anthelia und mehrere hochwertige Resorts. Wer Ruhe und Komfort sucht und bereit ist, dafür mehr auszugeben, findet hier eine der besten Adressen der Insel.
Richtung La Caleta wird die Bebauung lockerer. Der ehemalige Fischerort ist besonders interessant für Reisende, die gute Restaurants und eine ruhigere Umgebung schätzen, aber trotzdem nicht weit von den touristischen Angeboten Costa Adejes entfernt sein möchten.
Was kostet eine Unterkunft in Costa Adeje?
Costa Adeje gehört zu den teuersten Ferienregionen Teneriffas. Für ein ordentliches Hotel sollte man häufig mit ungefähr 150 bis 250 Euro pro Doppelzimmer und Nacht rechnen. Gute Vier- und Fünf-Sterne-Häuser können deutlich darüber liegen.
Apartments sind teilweise günstiger, besonders wenn sie einige Straßen vom Meer entfernt liegen. Dabei sollte man allerdings auf die Höhenlage achten: Viele Wohnanlagen befinden sich oberhalb der Küste. 800 Meter Entfernung vom Strand können auf der Karte harmlos aussehen, der Rückweg kann aber einen kräftigen Anstieg bedeuten.
Gut geeignet für: Paare, Familien, Komforturlaub, Badeurlaub und Reisende ohne Mietwagen.
Weniger geeignet für: Urlauber, die möglichst günstig oder mitten im traditionellen kanarischen Alltag wohnen möchten.
Playa de las Américas – zentral, lebendig und ideal für Nachtleben
Nur wenige Kilometer von Costa Adeje entfernt verändert sich die Atmosphäre deutlich. Playa de las Américas ist kompakter, lebhafter und stärker auf Unterhaltung ausgerichtet.
Besonders rund um Verónicas, Avenida Rafael Puig Lluvina und Teile der Strandpromenade gibt es zahlreiche Bars, Pubs und Clubs. Wer abends ausgehen möchte und anschließend zu Fuß ins Hotel zurückkehren will, ist hier richtig.
Allerdings besteht Playa de las Américas nicht nur aus Nachtleben. Im westlichen Bereich Richtung Playa del Camisón und Golden Mile findet man auch gepflegte Hotels, Restaurants und Einkaufszentren. Diese Ecke ist wesentlich angenehmer für Paare oder Familien, die zentral wohnen möchten, ohne direkt neben den lautesten Bars zu schlafen.
Ein bekanntes Beispiel ist das Mediterranean Palace nahe Playa del Camisón. Auch rund um die Avenida de las Américas gibt es zahlreiche größere Hotels in sehr guter Fußlage.
Der große Vorteil ist die Lage: Los Cristianos, Costa Adeje und mehrere Strände sind zu Fuß oder mit kurzen Bus- und Taxifahrten erreichbar.
Gut geeignet für: Nachtleben, jüngere Reisende, Urlaub ohne Mietwagen und alle, die gern mitten im Geschehen wohnen.
Darauf achten: Bei Unterkünften rund um Verónicas vor der Buchung unbedingt Bewertungen zum Thema Lärm lesen.
Los Cristianos – praktisch und etwas ruhiger
Los Cristianos ist eine der vielseitigsten Gegenden im Süden. Der Ort war ursprünglich ein Fischerhafen und hat trotz der starken touristischen Entwicklung noch ein richtiges Ortszentrum.
Zwischen Hafen, Playa de Los Cristianos und den kleinen Straßen im Zentrum findet man Cafés, Restaurants, Supermärkte und Geschäfte. Direkt daneben liegt die lange Playa de Las Vistas, einer der angenehmsten Stadtstrände im Süden.
Los Cristianos ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für Reisende ohne Auto. Vom Busbahnhof bestehen Verbindungen in viele Teile der Insel, und vom Hafen fahren Fähren nach La Gomera, La Palma und El Hierro.
Die Unterkünfte reichen von einfachen Apartments bis zu größeren Hotels. Preislich liegt Los Cristianos häufig etwas unter den besseren Lagen von Costa Adeje.
Ein wichtiger Punkt wird bei der Buchung leicht übersehen: Auch Los Cristianos steigt hinter der Küste schnell an. Unterkünfte Richtung Montaña Chayofita oder oberhalb des Ortszentrums können schöne Aussichten bieten, bedeuten aber mehr Steigungen.
Gut geeignet für: längere Aufenthalte, Familien, ältere Reisende, Urlaub ohne Auto und Reisende, die Strand und Infrastruktur kombinieren möchten.
El Médano – entspannter Urlaub statt Resortatmosphäre
Wer den Süden möchte, aber mit großen Ferienanlagen wenig anfangen kann, sollte sich El Médano ansehen.
Der Ort liegt nahe dem Flughafen Teneriffa Süd und fühlt sich vollkommen anders an als Costa Adeje. Rund um die Plaza und die Strandpromenade gibt es kleine Cafés, Restaurants, Surfshops und Apartments. Das Publikum ist international, aber die Atmosphäre wesentlich lockerer.
Der lange Strand und die benachbarte Playa de Leocadio Machado sind besonders bei Wind- und Kitesurfern beliebt. Im Hintergrund erhebt sich die markante Montaña Roja.
Der Vorteil für Wassersportler ist gleichzeitig der größte Nachteil für klassische Badeurlauber: El Médano ist häufig windig. Wer einen möglichst windstillen Strandurlaub mit Liegestuhl und Hotelpool sucht, ist in Costa Adeje meistens besser aufgehoben.
Unterkünfte bestehen hier stärker aus Apartments, kleineren Hotels und Ferienwohnungen. Direkt im Zentrum braucht man für Restaurants, Strand und Supermärkte kein Auto.
Gut geeignet für: Surfer, Individualreisende, längere Aufenthalte und Reisende, die eine ungezwungene Atmosphäre bevorzugen.
Weniger geeignet für: Urlauber, die Wind nicht mögen oder ein großes Resort mit umfangreichem Service suchen.
Puerto de la Cruz – die beste Basis im grünen Norden?
Für viele Individualreisende ist Puerto de la Cruz eine der interessantesten Alternativen zum Süden. Die Stadt verbindet touristische Infrastruktur mit einem deutlich stärkeren kanarischen Charakter.
Das Zentrum rund um Plaza del Charco, Calle Mequinez und den alten Fischerhafen eignet sich besonders gut, wenn man Restaurants und Cafés zu Fuß erreichen möchte. Westlich davon beginnt die dunkle Playa Jardín, während sich östlich des Zentrums die berühmten Meerwasserschwimmbäder des Lago Martiánez befinden.
Auch bekannte Sehenswürdigkeiten wie der Jardín Botánico und der Loro Parque liegen in oder unmittelbar bei Puerto de la Cruz.
Die Hotelauswahl ist groß. Zu den bekannten Häusern gehören beispielsweise H10 Tenerife Playa, Hotel Puerto Palace und Hotel Botanico & The Oriental Spa Garden.
Preislich bekommt man im Norden häufig mehr Hotel fürs Geld als in Costa Adeje. Einfache Unterkünfte können außerhalb stark nachgefragter Termine deutlich unter 100 Euro pro Nacht liegen, während gute Mittelklassehotels häufig ungefähr 90 bis 160 Euro kosten. Hochwertige Häuser liegen entsprechend darüber.
Der entscheidende Unterschied: das Wetter
Puerto de la Cruz ist grüner als der Süden – und das hat einen Grund. Wolken treten hier häufiger auf. Besonders im Winter kann ein Morgen grau beginnen, während gleichzeitig in Costa Adeje die Sonne scheint.
Das bedeutet nicht, dass Puerto de la Cruz ständig schlechtes Wetter hat. Wer aber ausschließlich wegen Sonne und Strand nach Teneriffa fliegt, hat im Süden bessere Chancen auf stabiles Badewetter.
Für Wanderungen, Ausflüge und das Erleben der Insel ist Puerto de la Cruz dagegen hervorragend gelegen.
Gut geeignet für: Paare, Individualreisende, Wanderer, längere Aufenthalte und Urlauber, die Stadt und Natur verbinden möchten.
La Orotava – historisch, ruhig und deutlich weniger touristisch
Nur wenige Kilometer oberhalb von Puerto de la Cruz liegt La Orotava. Die historische Altstadt gehört zu den schönsten auf Teneriffa. Herrenhäuser mit Holzbalkonen, Kirchen und steile gepflasterte Straßen prägen das Zentrum.
Hier zu übernachten ist etwas völlig anderes als ein Aufenthalt in einem Strandresort.
La Orotava eignet sich besonders für Reisende mit Mietwagen, die den Norden erkunden möchten. Puerto de la Cruz, das Orotava-Tal und die Zufahrtsstraße zum Teide sind schnell erreichbar.
Dafür liegt die Altstadt auf mehreren hundert Metern Höhe. Wer morgens aus dem Hotel direkt zum Strand laufen möchte, sollte lieber Puerto de la Cruz wählen.
Gut geeignet für: Kultur, Wandern, romantische Aufenthalte und Reisende mit Mietwagen.
La Laguna – für Stadt, Kultur und Anaga
San Cristóbal de La Laguna ist eine ungewöhnliche, aber interessante Basis für Teneriffa. Die historische Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und unterscheidet sich stark von den Ferienorten an der Küste.
Hier bestimmen Studenten, Cafés, historische Häuser und normales Stadtleben das Bild. Außerdem liegt La Laguna strategisch günstig für Ausflüge ins Anaga-Gebirge. Ziele wie Cruz del Carmen, Taganana oder Punta del Hidalgo lassen sich von hier wesentlich leichter erreichen als von Costa Adeje.
Dafür sollte man das Klima berücksichtigen. La Laguna liegt auf etwa 550 Metern Höhe und kann insbesondere im Winter überraschend kühl und feucht sein. Abends ist eine Jacke hier wesentlich häufiger nötig als in Los Cristianos.
Für einen klassischen Strandurlaub ist La Laguna deshalb keine gute Wahl. Für drei oder vier Tage Kultur und Wandern kann die Stadt dagegen hervorragend funktionieren.
Santa Cruz de Tenerife – ideal für Stadturlaub und Las Teresitas
Auch die Inselhauptstadt wird bei der Unterkunftssuche oft übersehen. Dabei ist Santa Cruz de Tenerife eine interessante Basis, wenn Strände nicht das einzige Urlaubsziel sind.
Rund um Plaza de España, Calle del Castillo und Parque García Sanabria findet man Restaurants, Geschäfte und Stadthotels. Zu den bekanntesten Häusern gehört das Iberostar Heritage Grand Mencey am Parque García Sanabria.
Der große Stadtstrand Las Teresitas liegt nicht direkt im Zentrum, ist aber mit Bus oder Auto schnell erreichbar. Gleichzeitig kommt man von Santa Cruz gut nach La Laguna und ins Anaga-Gebirge.
Für einen einwöchigen klassischen Badeurlaub würde ich Santa Cruz nicht an erste Stelle setzen. Für eine Kombination aus Stadt, Gastronomie, Anaga und Ausflügen ist die Hauptstadt dagegen ausgesprochen praktisch.
Los Gigantes und Puerto de Santiago – Ruhe mit spektakulärer Kulisse
An der Westküste dominieren die gewaltigen Klippen von Los Gigantes das Landschaftsbild. Die bis zu mehreren hundert Meter hohen Felswände fallen nahezu senkrecht in den Atlantik und machen die Gegend optisch zu einer der beeindruckendsten Ferienregionen Teneriffas.
Los Gigantes selbst ist relativ klein. Direkt daneben liegen Puerto de Santiago und Playa de la Arena, sodass die drei Orte für Urlauber praktisch ineinander übergehen.
Von Los Gigantes starten zahlreiche Bootstouren zur Wal- und Delfinbeobachtung. Außerdem ist die Lage interessant für Ausflüge Richtung Masca, Teno und Santiago del Teide.
Die Gegend ist ruhiger als Costa Adeje und Playa de las Américas. Dafür gibt es weniger Nachtleben und weniger Auswahl beim Shopping.
Auch hier spielt die Topografie eine Rolle: Viele Apartments liegen am Hang. Die Aussicht vom Balkon kann fantastisch sein, aber ein vermeintlich kurzer Spaziergang vom Hafen zur Unterkunft kann ziemlich steil werden.
Gut geeignet für: Paare, ruhigen Urlaub, Bootstouren, spektakuläre Meerblicke und Reisende mit Mietwagen.
Garachico – für Atmosphäre statt klassischen Strandurlaub
Wer Teneriffa bewusst abseits der großen Ferienorte erleben möchte, kann einige Nächte in Garachico verbringen.
Der kleine historische Ort an der Nordwestküste besitzt einen schönen Ortskern und die bekannten natürlichen Meerwasserbecken Piscinas Naturales El Caletón. Große Hotelanlagen sucht man hier weitgehend vergeblich. Stattdessen gibt es kleinere Hotels und historische Unterkünfte.
Garachico ist besonders am Abend angenehm, wenn viele Tagesausflügler den Ort verlassen haben.
Als Basis für einen reinen Badeurlaub ist der Ort weniger geeignet. Für zwei bis vier Nächte während einer Rundreise oder für Reisende, die Ruhe und Atmosphäre wichtiger finden als touristische Infrastruktur, ist Garachico dagegen eine der interessantesten Möglichkeiten.
Alcalá und Playa San Juan – ruhiger Südwesten
Zwischen Costa Adeje und Los Gigantes liegen einige Küstenorte, die bei Pauschalurlaubern weniger bekannt sind.
Alcalá besitzt einen kleinen historischen Kern, eine lange Promenade und mehrere Badestellen. Direkt am Ortsrand befindet sich mit dem Gran Meliá Palacio de Isora gleichzeitig eines der großen Luxushotels der Insel.
Etwas weiter südlich liegt Playa San Juan. Der Ort wirkt wesentlich alltäglicher als Costa Adeje und hat einen geschützten Strand, Restaurants und eine angenehme Promenade.
Beide Orte eignen sich gut für Urlauber, die das sonnige Klima des Südwestens möchten, aber auf das Nachtleben von Las Américas verzichten können.
Unterkunft am Teide – lohnt sich das?
Direkt im Hochland ist die Auswahl an Unterkünften sehr begrenzt. Für die meisten Besucher ist es sinnvoller, den Teide-Nationalpark als Tagesausflug zu besuchen.
Eine besondere Ausnahme ist der Parador de Las Cañadas del Teide. Seine Lage mitten in der Vulkanlandschaft ist außergewöhnlich. Nach Sonnenuntergang verschwinden die meisten Tagesbesucher, und bei klarem Himmel bietet die Höhe hervorragende Bedingungen zur Sternbeobachtung.
Für mehrere Tage ist die Lage allerdings unpraktisch. Restaurants, Supermärkte und normale Ortszentren befinden sich weit entfernt.
Eine Übernachtung eignet sich daher eher als besonderes Erlebnis innerhalb einer Rundreise als als Basis für den gesamten Teneriffa-Urlaub.
Wo auf Teneriffa ohne Mietwagen übernachten?
Wer keinen Mietwagen nehmen möchte, sollte die Lage besonders sorgfältig auswählen.
Los Cristianos, Playa de las Américas und Costa Adeje sind im Süden am unkompliziertesten. Strände, Restaurants und Geschäfte liegen dicht beieinander, und zahlreiche TITSA-Buslinien verbinden die Ferienorte mit anderen Teilen der Insel.
Auch Puerto de la Cruz funktioniert ohne Auto gut, insbesondere wenn die Unterkunft nahe dem Zentrum liegt.
Weniger praktisch sind abgelegene Fincas, kleine Bergdörfer und manche Unterkünfte an der Westküste. Eine Finca kann auf Fotos traumhaft aussehen – wenn aber jedes Abendessen eine Autofahrt erfordert, ist die Lage ohne Mietwagen schnell lästig.
Norden oder Süden – wo ist es besser?
Für einen ersten Teneriffa-Urlaub ist diese Entscheidung wichtiger als die Wahl des einzelnen Hotels.
Der Süden bietet normalerweise mehr Sonne, mehr klassische Sandstrände, größere Resorts und eine stärker auf Urlauber ausgerichtete Infrastruktur. Costa Adeje, Los Cristianos und Playa de las Américas sind deshalb besonders unkompliziert.
Der Norden ist grüner, dichter bewachsen und wirkt vielerorts stärker kanarisch. Dafür muss man häufiger mit Wolken rechnen. Puerto de la Cruz ist die beste Wahl, wenn man trotzdem eine große touristische Infrastruktur möchte.
Wer zwei Wochen Zeit hat und die Insel wirklich kennenlernen möchte, kann beide Seiten kombinieren: beispielsweise sieben bis neun Nächte im Süden und vier bis sechs Nächte im Norden. Dadurch spart man bei mehreren Ausflügen lange Fahrten und erlebt zwei sehr unterschiedliche Seiten Teneriffas.
Wie viel sollte man für eine Unterkunft auf Teneriffa einplanen?
Die Preise schwanken stark nach Saison, Lage und Hotelkategorie. Als grobe Orientierung für ein Doppelzimmer oder Apartment kann man mit folgenden Bereichen rechnen:
-
einfache Apartments und Pensionen: etwa 50–90 Euro pro Nacht
-
gute Mittelklassehotels: etwa 90–160 Euro
-
gute Vier-Sterne-Hotels: häufig 130–220 Euro
-
gehobene Resorts in Costa Adeje: häufig 200–400 Euro oder mehr
-
Luxusresorts: in gefragten Zeiträumen auch deutlich über 400 Euro
Weihnachten, Silvester, Karneval und europäische Ferienzeiten können erheblich teurer sein.
Dabei lohnt es sich, nicht ausschließlich nach dem niedrigsten Preis zu suchen. Auf Teneriffa kann die Lage einen größeren Unterschied machen als ein zusätzlicher Hotelstern.
Welche Gegend passt zu welchem Urlaub?
Für Sonne und komfortablen Strandurlaub ist Costa Adeje die sicherste Wahl.
Für Nachtleben und eine sehr zentrale Lage eignet sich Playa de las Américas.
Für Strand, Alltag und gute Infrastruktur ohne Auto ist Los Cristianos besonders praktisch.
Für Surfen und eine lockere Atmosphäre bietet sich El Médano an.
Für grüne Landschaften und Ausflüge im Norden ist Puerto de la Cruz die vielseitigste Basis.
Für Kultur und Anaga sind La Laguna oder Santa Cruz interessant.
Für Ruhe und spektakuläre Meerblicke würde ich Los Gigantes oder Puerto de Santiago wählen.
Und wer historische Orte und ein langsameres Reisetempo sucht, sollte Garachico oder La Orotava in Betracht ziehen.
Fazit: Wo sollte man auf Teneriffa übernachten?
Es gibt auf Teneriffa nicht die eine beste Region. Entscheidend ist, was du während des Urlaubs tatsächlich machen möchtest.
Wer morgens zum Strand laufen und möglichst viel Sonne haben möchte, wird sich im Süden wahrscheinlich wohler fühlen. Costa Adeje bietet den meisten Komfort, Los Cristianos die praktischste Mischung aus Strand und Infrastruktur und Playa de las Américas das lebhafteste Nachtleben.
Wer Teneriffa wegen seiner Landschaft, seiner historischen Orte und der grünen Nordseite besucht, sollte dagegen Puerto de la Cruz ernsthaft in Betracht ziehen. Für einen ruhigeren Aufenthalt sind Los Gigantes, Garachico, Alcalá oder Playa San Juan interessante Alternativen.
Bei längeren Reisen ist die vielleicht beste Lösung, sich gar nicht für eine Seite zu entscheiden: Einige Nächte im Süden und anschließend einige Nächte im Norden machen aus einem einfachen Badeurlaub eine deutlich abwechslungsreichere Teneriffa-Reise.





