Die schönsten Strände auf Teneriffa: welcher Strand passt zu deinem Urlaub?
Goldener Sand unter Palmen, schwarze Vulkanstrände, kleine Buchten unter steilen Felsen und kilometerlange Küsten für Wind- und Kitesurfer: Die Strände auf Teneriffa sind ungewöhnlich vielseitig. Wer nur die Ferienorte im Süden kennt, bekommt deshalb nur einen kleinen Teil der Inselküste zu sehen.
Für einen klassischen Badeurlaub sind Costa Adeje und der Süden besonders bequem. Dort liegen gepflegte Strände wie Playa del Duque, Fañabé oder Las Vistas mit Promenaden, Restaurants und vielen Dienstleistungen. Im Norden wird die Landschaft rauer: Playa Jardín bietet schwarzen Vulkansand mitten in Puerto de la Cruz, während Benijo im Anaga-Gebirge eher ein Naturerlebnis als ein typischer Ferienstrand ist. Las Teresitas bei Santa Cruz wiederum fällt mit seinem hellen Sand völlig aus diesem Muster heraus.
Welche Playa sich lohnt, hängt daher weniger von einer Rangliste als von deinen Plänen ab. Hier findest du die wichtigsten Unterschiede, praktische Hinweise und eine Auswahl der schönsten Strände Teneriffas für Baden, Familien, Natur und Wassersport.
Playa del Duque: einer der besten Strände für Badeurlaub im Süden
Wer in Costa Adeje wohnt und einen gepflegten Strand mit kompletter Infrastruktur sucht, macht mit der Playa del Duque wenig falsch. Der rund 390 Meter lange Strand liegt im gehobeneren Teil des Ferienortes und wird von einer attraktiven Küstenpromenade begleitet.
Der große Vorteil gegenüber abgelegenen Naturstränden ist die Bequemlichkeit. Restaurants, Cafés und Geschäfte befinden sich direkt in der Umgebung. Toiletten, Duschen und Umkleidemöglichkeiten sind vorhanden, außerdem werden normalerweise Liegen und Sonnenschirme vermietet.
Playa del Duque wirkt etwas ruhiger und exklusiver als die weiter östlich gelegenen Strände Fañabé und Torviscas. Dafür sind Restaurants und andere Angebote in dieser Gegend tendenziell nicht die günstigsten der Insel. Wer sparen möchte, nimmt Getränke und Kleinigkeiten selbst mit oder geht zum Essen ein Stück von der ersten Strandlinie weg.
Interessant ist auch die Promenade: Man kann den Strandbesuch problemlos mit einem längeren Spaziergang entlang der Küste verbinden.
Empfehlung: Playa del Duque ist besonders gut für Paare, Familien und Urlauber geeignet, die einen komfortablen Badetag ohne organisatorischen Aufwand suchen.
Playa de Las Teresitas: goldener Sand und ruhigeres Wasser bei Santa Cruz
Die Playa de Las Teresitas liegt hinter dem Küstenort San Andrés, wenige Kilometer nordöstlich von Santa Cruz de Tenerife. Für Einwohner der Hauptstadt ist sie der klassische Stadtstrand – obwohl man sich hier optisch weit von einer Großstadt entfernt fühlt.
Anders als die meisten natürlichen Strände dieser Inselseite besitzt Las Teresitas hellen Sand. Palmen und die breite Bucht verstärken den Kontrast zur schwarzen Vulkanlandschaft anderer Küstenabschnitte.
Noch wichtiger für Badegäste ist der Wellenbrecher vor der Küste. Er reduziert die direkte Atlantikbrandung, sodass das Wasser häufig ruhiger ist als beispielsweise an Benijo oder vielen Stränden der Nordküste. Für Familien mit Kindern und weniger sichere Schwimmer ist Las Teresitas deshalb eine der interessantesten Optionen auf Teneriffa.
Hinter dem Strand gibt es umfangreiche Parkmöglichkeiten. Auch ohne Auto ist die Playa gut erreichbar, da San Andrés und Las Teresitas per Bus mit Santa Cruz verbunden sind. Wer Ruhe sucht, sollte möglichst werktags oder am Vormittag kommen. Am Wochenende ist der Strand bei Einheimischen sehr beliebt.
Adresse: Avenida Marítima de San Andrés, 38120 Santa Cruz de Tenerife
Empfehlung: Besonders praktisch für Familien, Besucher von Santa Cruz und alle, die einen großen Sandstrand mit vergleichsweise geschütztem Wasser suchen.
Playa Jardín: schwarzer Sand mitten in Puerto de la Cruz
Wer einen schwarzen Strand auf Teneriffa erleben möchte, muss nicht unbedingt eine abgelegene Bucht suchen. Playa Jardín liegt direkt in Puerto de la Cruz und verbindet vulkanische Küste mit der Infrastruktur eines der bekanntesten Ferienorte im Norden.
Der als Complejo Playa Jardín bekannte Küstenbereich besteht aus mehreren Abschnitten und wurde nach einem Konzept des kanarischen Künstlers César Manrique gestaltet. Palmen, Gärten und dunkler Sand passen hier hervorragend zur grüneren Landschaft der Nordküste.
Im Gegensatz zu Benijo musst du dabei nicht auf städtische Infrastruktur verzichten. Puerto de la Cruz liegt direkt dahinter, und auch der Loro Parque befindet sich in der Nähe.
Allerdings sollte man Playa Jardín nicht mit den geschützteren Badebuchten im Süden gleichsetzen. Die Nordküste bekommt die Atlantikbrandung wesentlich stärker zu spüren. An manchen Tagen sind die Wellen kräftig und das Baden kann eingeschränkt oder verboten sein. Die Flaggen und Hinweise vor Ort sind daher entscheidend.
Empfehlung: Eine sehr gute Wahl für Urlauber in Puerto de la Cruz, die schwarzen Sand erleben möchten, ohne dafür weit fahren zu müssen.
Playa de Benijo: Teneriffas wilde Seite im Anaga-Gebirge
Benijo gehört zu den Stränden, die man wegen der Landschaft besucht. Die Playa de Benijo liegt im Nordosten Teneriffas hinter Taganana und Almáciga, eingerahmt von den Bergen des Anaga-Massivs und einer rauen Atlantikküste.
Schwarzer Sand und die großen Felsformationen vor der Küste machen Benijo besonders am späten Nachmittag zu einem spektakulären Fotomotiv. Bei Sonnenuntergang unterscheidet sich die Atmosphäre vollkommen von den touristischen Stränden rund um Costa Adeje.
Diese Ursprünglichkeit hat allerdings ihren Preis. Die Anfahrt ist kurvenreicher, Parkmöglichkeiten sind begrenzt und der Zugang zum Strand aufwendiger. Direkt am Wasser gibt es nicht die Infrastruktur, die man von den großen Ferienorten kennt. Gastronomische Möglichkeiten findet man eher entlang der Straße oberhalb der Küste.
Vor allem sollte man die Brandung nicht unterschätzen. Benijo ist kein Strand, den ich Familien allein wegen seiner Schönheit empfehlen würde. Bei starkem Wellengang ist Zuschauen deutlich vernünftiger als Schwimmen.
Empfehlung: Benijo lohnt sich für Naturfreunde, Fotografen und als Teil eines Tagesausflugs durch das Anaga-Gebirge.
Playa de La Arena: schwarzer Strand im sonnigen Westen
Schwarzer Sand bedeutet nicht automatisch Nordküste. Die Playa de La Arena in Puerto de Santiago, südlich von Los Gigantes, kombiniert vulkanischen Sand mit dem häufig sonnigen und trockenen Klima der Westküste.
Das macht sie zu einer interessanten Alternative zu Playa Jardín. Beide Strände bieten schwarzen Sand und gute Infrastruktur, doch rund um Puerto de Santiago ist das Wetter oft stabiler als im Norden.
Restaurants, Cafés und Geschäfte liegen an der Promenade, sodass Playa de La Arena gut für einen kompletten Badetag geeignet ist. Wer im Sommer kommt, sollte allerdings bedenken, wie heiß schwarzer Sand werden kann. Badeschuhe können hier schon für den Weg vom Handtuch bis ans Wasser angenehm sein.
Von Puerto de Santiago erreicht man außerdem schnell Los Gigantes. Bei klarer Sicht ist von dieser Küstenseite häufig La Gomera am Horizont zu sehen.
Empfehlung: Ideal, wenn du schwarzen Vulkansand möchtest, aber gleichzeitig Wert auf Sonne, Restaurants und eine touristisch gut erschlossene Umgebung legst.
El Médano: der richtige Strand für Wind- und Kitesurfer
El Médano unterscheidet sich deutlich von Costa Adeje. Der Küstenort nahe dem Flughafen Teneriffa Süd ist lockerer, weniger von großen Hotelanlagen geprägt und vor allem für seine Wassersportszene bekannt.
Schon von weitem fällt die Montaña Roja auf, der rötliche Vulkankegel am Ende der Küste. Je weiter man vom Ortszentrum in diese Richtung geht, desto stärker prägen Wind- und Kitesurfer das Bild.
Für sie sind die regelmäßigen Winde ein großer Vorteil. Für klassische Sonnenurlauber können dieselben Bedingungen dagegen störend sein. Wer möglichst windgeschützt liegen möchte, findet in Costa Adeje häufig angenehmere Bedingungen.
El Médano punktet dafür mit langen Spaziermöglichkeiten, Wassersport, Restaurants und Cafés im Ortszentrum sowie einer Atmosphäre, die weniger nach klassischem Pauschalurlaub wirkt.
Empfehlung: Erste Wahl für Wind- und Kitesurfer sowie für Besucher, die Strand und einen lebendigen kanarischen Küstenort kombinieren möchten.
Playa de Los Guíos: Baden unter den Klippen von Los Gigantes
Direkt neben dem Hafen von Los Gigantes liegt die kleine Playa de Los Guíos, die gelegentlich auch Playa de Argel genannt wird. Viele Besucher kennen sie einfach als Strand von Los Gigantes.
Mit ungefähr 180 Metern Länge ist sie kein weitläufiger Ferienstrand. Dafür besitzt sie eine außergewöhnliche Kulisse: Neben dem Strand beginnen die gewaltigen Steilwände des Acantilado de Los Gigantes.
Wer ausschließlich einen ganzen Tag am Strand verbringen möchte, hat an Playa de La Arena meist mehr Platz. Los Guíos ist interessanter als Teil eines Ausflugs: zuerst Strand und Aussicht auf die Klippen, anschließend Essen am Hafen oder eine Bootstour entlang der Westküste.
Empfehlung: Besonders sinnvoll für Besucher von Los Gigantes und weniger als eigenständiges Ziel für einen ganzen Badetag.
Fañabé, Torviscas oder Playa del Duque: welcher Strand in Costa Adeje?
Wer in Costa Adeje wohnt, hat mehrere gute Strände praktisch nebeneinander. Playa del Duque wirkt gepflegter und etwas exklusiver. Playa de Fañabé und Playa de Torviscas sind lebhafter und von zahlreichen Restaurants, Bars, Geschäften und Freizeitangeboten umgeben.
Für Ruhe und ein gehobeneres Umfeld würde ich eher Playa del Duque wählen. Wer dagegen gern zwischen Strand, Promenade, Bars und Geschäften wechselt, findet Fañabé und Torviscas praktischer. Alle drei Bereiche lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden.
Playa de Las Vistas: praktisch zwischen Los Cristianos und Playa de las Américas
Ein weiterer sehr unkomplizierter Strand im Süden ist die Playa de Las Vistas zwischen Los Cristianos und Playa de las Américas. Der breite Strand besitzt eine lange Promenade und liegt mitten in einem Gebiet mit Hotels, Apartments, Restaurants und Geschäften.
Seine Lage macht Las Vistas besonders für Urlauber ohne Mietwagen interessant. Wer in Los Cristianos oder im südlichen Teil von Playa de las Américas wohnt, kann den Strand bequem zu Fuß erreichen und braucht für einen normalen Badetag keinerlei Transport.
Schwarzer oder heller Sand: was ist auf Teneriffa typisch?
Die ursprünglichen Strände Teneriffas sind eng mit dem vulkanischen Ursprung der Insel verbunden. Deshalb ist schwarzer Vulkansand an vielen Küstenabschnitten völlig normal. Playa Jardín, Playa de La Arena, Benijo und Los Guíos zeigen sehr unterschiedliche Varianten davon.
Helle Strände wie Las Teresitas vermitteln dagegen ein ganz anderes Bild. Auch im touristischen Süden wurden Küstenabschnitte verändert und für den Badebetrieb gestaltet. Deshalb sollte man Teneriffas Strände nicht allein nach der Sandfarbe auswählen.
Für einen Badetag sind Wellengang, Wind, Erreichbarkeit und Infrastruktur meist wichtiger. Ein spektakulärer schwarzer Naturstrand kann zum Fotografieren perfekt sein und gleichzeitig schlechtere Badebedingungen bieten als ein weniger dramatischer Strand im Süden.
Nord oder Süd: Wo sind die besseren Strände auf Teneriffa?
Der Süden für Sonne, Baden und Infrastruktur
Für einen klassischen Strandurlaub hat der Süden klare Vorteile. Rund um Costa Adeje, Playa de las Américas und Los Cristianos ist es meist trockener, und auf engem Raum liegen zahlreiche erschlossene Strände. Restaurants, Hotels und Geschäfte befinden sich häufig direkt an der Promenade.
Playa del Duque, Fañabé, Torviscas und Las Vistas sind daher besonders praktisch, wenn der Strand ein wichtiger Bestandteil jedes Urlaubstages sein soll.
Der Norden für Landschaft und Vulkanstrände
Im Norden und Nordosten ist die Küste wilder. Schwarzer Sand, grüne Berge, Felsen und kräftige Atlantikwellen erzeugen eine Landschaft, die stärker an den vulkanischen Charakter der Kanaren erinnert.
Playa Jardín ist ein guter Kompromiss zwischen Natur und Infrastruktur. Benijo steht am anderen Ende der Skala: spektakulär, abgelegen und deutlich weniger auf einen komfortablen Badetag ausgerichtet.
Welcher Strand auf Teneriffa passt zu dir?
- Für Familien: Las Teresitas ist wegen seiner breiten Bucht und des Wellenbrechers besonders interessant.
- Für komfortablen Badeurlaub: Playa del Duque in Costa Adeje.
- Für Restaurants und lebhafte Promenade: Fañabé und Torviscas.
- Für schwarzen Vulkansand: Playa Jardín oder Playa de La Arena.
- Für Wind- und Kitesurfen: El Médano.
- Für wilde Natur: Playa de Benijo.
- Für die Kulisse von Los Gigantes: Playa de Los Guíos.
- Für Urlaub ohne Auto im Süden: Playa de Las Vistas.
Was kostet ein Strandtag auf Teneriffa?
Die öffentlichen Strände auf Teneriffa sind grundsätzlich kostenlos zugänglich. Geld brauchst du vor allem für Liegen und Sonnenschirme, Essen, Getränke, Parkhäuser oder Wassersport.
Wer sein eigenes Handtuch und Getränke mitbringt, kann daher praktisch ohne zusätzliche Kosten einen Tag am Meer verbringen. In den touristischen Gebieten von Costa Adeje und Los Cristianos sind Restaurants direkt an der Strandpromenade meist teurer als einfache Lokale einige Straßen weiter.
Bei Liegen, Sonnenschirmen und Wassersportangeboten ändern sich die Tarife je nach Strand und Anbieter. Statt eines vermeintlich exakten Preises, der schnell veraltet, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Preistafel vor Ort.
Praktische Hinweise zum Baden auf Teneriffa
Der Atlantik verdient Respekt. Besonders an der Nordküste und an ungeschützten Naturstränden können Strömungen und Wellen wesentlich stärker sein, als es vom Strand aussieht. Eine rote Flagge bedeutet Badeverbot; bei gelber Flagge ist erhöhte Vorsicht erforderlich.
Auch Wind ist bei der Auswahl wichtig. El Médano kann für Kitesurfer perfekt und für jemanden, der ruhig unter einem Sonnenschirm liegen möchte, gleichzeitig die falsche Wahl sein.
Auf schwarzen Stränden kommt ein weiteres Detail hinzu: Der dunkle Sand wird unter direkter Sonne sehr heiß. Badeschuhe können deshalb an Playa de La Arena, Playa Jardín oder anderen Vulkanstränden ausgesprochen praktisch sein.
Und schließlich sollte man die Sonne nicht unterschätzen. Der Atlantikwind sorgt häufig dafür, dass sich die Temperaturen angenehm anfühlen, obwohl die Sonneneinstrahlung stark ist. Sonnenschutz und ausreichend Wasser gehören deshalb auch an bewölkteren Tagen zur Strandausrüstung.
Fazit: Die Vielfalt macht Teneriffas Strände besonders
Die Frage nach dem schönsten Strand auf Teneriffa hat keine eindeutige Antwort. Für einen komfortablen Urlaubstag im Süden ist Playa del Duque schwer zu schlagen. Las Teresitas bietet bei Santa Cruz hellen Sand und häufig ruhigere Badebedingungen. Playa Jardín und Playa de La Arena zeigen, wie unterschiedlich schwarze Vulkanstrände aussehen können, während El Médano ganz klar seine Stärken beim Wassersport hat.
Benijo würde ich dagegen nicht wegen Liegen, Restaurants oder besonders einfacher Badebedingungen besuchen, sondern wegen der Landschaft. Ähnlich speziell ist Los Guíos: Der kleine Strand wird vor allem durch die gewaltigen Klippen von Los Gigantes zu einem besonderen Ziel.
Wer genügend Zeit hat, sollte deshalb mindestens zwei völlig unterschiedliche Strände besuchen: einen gut erschlossenen Strand im sonnigen Süden und einen schwarzen Vulkan- oder Naturstrand im Norden beziehungsweise Westen. Erst dieser Kontrast zeigt, wie abwechslungsreich Teneriffas Küste tatsächlich ist.



