Teneriffa Reiseführer

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Schwarze Sandstrände auf Teneriffa: Die schönsten Vulkanstrände der Insel

Schwarzer Sand, tiefblauer Atlantik und steile Vulkanfelsen: Die schwarzen Sandstrände auf Teneriffa gehören zu den Landschaften, die den vulkanischen Ursprung der Kanareninsel besonders eindrucksvoll zeigen. Während einige bekannte Badeorte im Süden helle oder aufgeschüttete Strände besitzen, findet man vor allem im Norden, Nordosten und Westen natürliche Strände aus dunklem Vulkansand.

Die Auswahl reicht vom gut erschlossenen Stadtstrand in Puerto de la Cruz bis zu wilden Küstenabschnitten im Anaga-Gebirge. Wer bequem baden und Restaurants in der Nähe haben möchte, findet ebenso passende Möglichkeiten wie Besucher, die vor allem Natur, Fotomotive und spektakuläre Landschaften suchen. Zu den bekanntesten schwarzen Stränden Teneriffas gehören Playa Jardín, Playa de Benijo, Playa de la Arena und Playa de los Guíos.

Warum sind die Strände auf Teneriffa schwarz?

Teneriffa ist eine Vulkaninsel. Der dunkle Sand entstand überwiegend aus vulkanischem Gestein, das durch Brandung, Wind und Erosion über lange Zeit immer weiter zerkleinert wurde. Deshalb reicht die Farbe je nach Strand von Dunkelgrau über Anthrazit bis beinahe Schwarz.

Besonders bei Sonnenschein entsteht ein eindrucksvoller Kontrast zwischen dem dunklen Untergrund, dem weißen Schaum der Wellen und dem blauen Atlantik. Allerdings hat schwarzer Sand auch eine praktische Besonderheit: Er kann sich unter intensiver Sonne deutlich stärker aufheizen als heller Sand. Badeschuhe oder Sandalen sind deshalb besonders an heißen Tagen angenehm.

Playa Jardín in Puerto de la Cruz: schwarzer Sand mit guter Infrastruktur

Playa Jardín gehört zu den bekanntesten schwarzen Stränden im Norden Teneriffas. Er liegt in Puerto de la Cruz und verbindet dunklen Vulkansand mit einer bewusst gestalteten Umgebung aus Palmen, Grünflächen, Spazierwegen und Aussichtspunkten. Die Anlage wurde nach Plänen des kanarischen Künstlers César Manrique gestaltet.

Dadurch unterscheidet sich Playa Jardín deutlich von abgelegenen Naturstränden. Ein Strandbesuch lässt sich problemlos mit einem Spaziergang durch Puerto de la Cruz verbinden. Restaurants, Cafés und Geschäfte befinden sich in der Umgebung, und auch der bekannte Loro Parque liegt nicht weit entfernt.

Schwarzer Sand, Atlantikwellen und Steinmole an der Playa Jardín in Puerto de la Cruz

Playa Jardín war längere Zeit wegen Problemen mit der Wasserqualität für das Baden gesperrt. Im August 2026 wurde das Baden nach entsprechenden Wasseranalysen wieder freigegeben. Da sich die Situation ändern kann, sollte man vor Ort grundsätzlich die aktuelle Beschilderung und die Flaggen des Rettungsdienstes beachten.

Für wen geeignet? Playa Jardín ist eine gute Wahl für Besucher von Puerto de la Cruz, Familien, Spaziergänger und Urlauber, die einen schwarzen Strand mit städtischer Infrastruktur suchen.

Playa de Benijo: spektakuläre Vulkanlandschaft im Anaga-Gebirge

Kaum ein Küstenabschnitt Teneriffas wirkt so dramatisch wie die Playa de Benijo im Anaga-Gebirge. Sie befindet sich hinter Taganana und Almáciga an der abgelegenen Nordküste. Schwarzer Sand, eine wilde Brandung und die markanten Felsen vor der Küste machen Benijo zu einem der bekanntesten Fotomotive der Insel.

Besonders am späten Nachmittag bietet die Küste eine eindrucksvolle Lichtstimmung. Wer einen Tagesausflug durch Anaga unternimmt, kann die Fahrt mit Taganana, Almáciga und verschiedenen Aussichtspunkten verbinden.

Benijo war allerdings schon unter normalen Bedingungen kein typischer Familienstrand. An der offenen Nordküste können Wellen und Strömungen stark sein. Bei Flut wird außerdem ein erheblicher Teil der Sandfläche vom Wasser eingenommen.

Wichtig für Besucher: Der Zugang zur Playa de Benijo ist Stand August 2026 wegen Steinschlag- und Hangrutschgefahr weiterhin offiziell gesperrt. Absperrungen sollten keinesfalls umgangen werden. Wer die Landschaft sehen möchte, sollte sich auf zugängliche und sichere Bereiche oberhalb der Küste beschränken.

Playa de la Arena: komfortabler schwarzer Strand im Südwesten

Wer schwarzen Vulkansand erleben möchte, aber nicht auf eine gute touristische Infrastruktur verzichten will, findet mit der Playa de la Arena eine der praktischsten Möglichkeiten Teneriffas. Der Strand liegt in Puerto de Santiago in der Gemeinde Santiago del Teide, nur wenige Kilometer von Los Gigantes entfernt.

Playa de la Arena ist ungefähr 140 Meter lang. Die Umgebung ist deutlich stärker erschlossen als an den wilden Naturstränden im Norden. Restaurants, Cafés und Geschäfte befinden sich direkt entlang der Küste. Je nach Saison und Angebot stehen außerdem Liegestühle und Sonnenschirme zur Verfügung.

Der Strand eignet sich deshalb besonders für einen klassischen Badetag. Auch Schnorchler und Taucher schätzen die vulkanische Küste. Trotz der vergleichsweise komfortablen Bedingungen bleibt der Atlantik jedoch wechselhaft. Die jeweilige Flagge und die Hinweise des Rettungspersonals sollten immer beachtet werden.

Für wen geeignet? Playa de la Arena ist besonders interessant für Familien, Badeurlauber und Besucher von Los Gigantes oder Puerto de Santiago, die schwarzen Sand mit Restaurants und guter Infrastruktur kombinieren möchten.

Playa de los Guíos: schwarzer Sand unter den Klippen von Los Gigantes

Die Playa de los Guíos, die häufig auch Playa de Los Gigantes genannt wird, besitzt eine der spektakulärsten Lagen im Südwesten Teneriffas. Direkt neben dem Hafen von Los Gigantes erhebt sich die gewaltige Steilküste der Acantilados de Los Gigantes.

Der dunkle Strand ist etwa 180 Meter lang und lässt sich gut mit einem Besuch des Ortes oder einer Bootstour verbinden. Rund um den nahe gelegenen Hafen gibt es Restaurants, Cafés und verschiedene Anbieter von Ausflügen aufs Meer.

Zugang zur Playa de los Guíos mit Holzweg und den steilen Felswänden von Los Gigantes

Wer zwischen Playa de la Arena und Los Guíos wählen muss, kann sich am gewünschten Erlebnis orientieren: Playa de la Arena eignet sich besser für einen klassischen Strandtag, während Los Guíos vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Lage direkt unter den Klippen interessant ist.

Weitere schwarze Naturstrände auf Teneriffa

Playa El Bollullo bei La Orotava

Eine besonders schöne Alternative ist Playa El Bollullo an der Nordküste zwischen Puerto de la Cruz und La Orotava. Der schwarze Naturstrand liegt unterhalb der grünen Steilküste von El Rincón und wirkt wesentlich ursprünglicher als Playa Jardín oder Playa de la Arena.

El Bollullo kann unter anderem zu Fuß von Puerto de la Cruz erreicht werden. Wer mit dem Auto kommt, muss mit schmalen Zufahrtsstraßen und begrenzten Parkmöglichkeiten rechnen. Anschließend führt ein Weg mit Treppen zum Strand hinunter.

Gerade dieser etwas aufwendigere Zugang trägt dazu bei, dass El Bollullo seinen natürlichen Charakter bewahrt hat. Bei starkem Wellengang ist allerdings Vorsicht erforderlich. Die Nordküste sollte auch von erfahrenen Schwimmern nicht unterschätzt werden.

Welcher schwarze Strand auf Teneriffa ist der richtige?

Schwarzer Sand oder heller Sand: Was ist besser?

Teneriffa bietet beide Varianten. Helle Strände wie Las Teresitas bei Santa Cruz oder verschiedene Strände im Süden vermitteln ein anderes Badegefühl als die natürlichen Vulkanstrände. Schwarze Strände zeigen dagegen besonders deutlich den geologischen Charakter der Insel.

Auch bei den Badebedingungen gibt es Unterschiede. Viele natürliche schwarze Strände befinden sich an der Nordküste, wo Wellen und Strömungen häufig kräftiger sind. Playa de la Arena und Los Guíos im Südwesten verbinden dunklen Sand dagegen mit einer stärker touristisch erschlossenen Umgebung.

Wer mehrere Tage auf Teneriffa verbringt, sollte daher beide Varianten ausprobieren. Ein Tag am hellen Sandstrand von Las Teresitas und ein weiterer an Playa de la Arena, Playa Jardín oder El Bollullo zeigen zwei vollkommen unterschiedliche Seiten derselben Insel.

Baden an schwarzen Stränden: praktische Tipps

Fazit: Schwarze Sandstrände gehören zu Teneriffa

Die schwarzen Sandstrände auf Teneriffa sind weit mehr als ungewöhnliche Fotomotive. Sie erzählen von der vulkanischen Entstehung der Insel und zeigen, wie abwechslungsreich die Küste auf relativ kleinem Raum sein kann.

Für einen komfortablen Badetag ist Playa de la Arena besonders praktisch. Playa de los Guíos überzeugt mit der Kulisse der gewaltigen Klippen von Los Gigantes, während Playa Jardín eine gute Wahl für Besucher von Puerto de la Cruz ist. Wer eine naturbelassenere Umgebung bevorzugt, findet mit El Bollullo einen der eindrucksvollsten schwarzen Strände im Norden.

Benijo bleibt landschaftlich einer der außergewöhnlichsten Orte der Insel, sollte wegen der aktuellen Sperrung jedoch nur von offiziell zugänglichen Bereichen aus betrachtet werden. Wer während seines Aufenthalts mehrere dieser Küstenabschnitte besucht, erlebt nicht nur verschiedene Strände, sondern auch sehr unterschiedliche Seiten Teneriffas – vom grünen Norden und wilden Anaga-Gebirge bis zur sonnigen Westküste rund um Los Gigantes.

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