Die schönsten Orte auf Teneriffa: 10 Highlights der Insel
Teneriffa ist eine Insel der Kontraste. Innerhalb weniger Stunden gelangt man von sonnigen Stränden und trockenen Vulkanlandschaften zu grünen Lorbeerwäldern, historischen Altstädten und spektakulären Steilküsten. Gerade diese Vielfalt macht die größte Kanareninsel interessant – sowohl für einen ersten Urlaub als auch für Menschen, die bereits länger auf Teneriffa leben.
Welche Orte die schönsten sind, hängt natürlich vom persönlichen Geschmack ab. Wer Natur sucht, wird vom Teide und Anaga begeistert sein; für historische Architektur bieten sich La Laguna und Garachico an, während Costa Adeje und El Médano vor allem Strandurlauber ansprechen. Die folgenden 10 schönsten Orte auf Teneriffa zeigen unterschiedliche Seiten der Insel und lassen sich gut zu mehreren Tagesausflügen kombinieren.
1. Teide-Nationalpark – die Vulkanwelt im Zentrum Teneriffas
Der Teide-Nationalpark gehört zu den Orten, die man auf Teneriffa mindestens einmal gesehen haben sollte. Rund um Spaniens höchsten Berg erstreckt sich auf über 2.000 Metern Höhe eine gewaltige Vulkanlandschaft mit Lavafeldern, Kratern, erstarrten Lavaströmen und ungewöhnlichen Felsformationen.
Zu den einfach erreichbaren Höhepunkten gehören die Roques de García gegenüber dem Parador de Las Cañadas del Teide. Schon vom Parkplatz eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf den Vulkan und die Caldera. Wer noch höher möchte, kann die Teide-Seilbahn nutzen. Für bestimmte Wanderungen und den Zugang zum Gipfel gelten jedoch Zugangsbeschränkungen beziehungsweise Reservierungsregeln, die man vor dem Ausflug aktuell prüfen sollte.
Tipp: Auch wenn an der Küste sommerliche Temperaturen herrschen, kann es auf über 2.000 Metern deutlich kälter und windiger sein. Eine Jacke, Sonnenschutz, Wasser und festes Schuhwerk sind deshalb empfehlenswert.
2. Los Gigantes – gewaltige Klippen über dem Atlantik
An der Westküste erheben sich die Acantilados de Los Gigantes fast senkrecht aus dem Meer. Die dunklen Felswände erreichen stellenweise mehrere Hundert Meter Höhe und gehören zu den spektakulärsten Küstenlandschaften der Kanarischen Inseln.
Verschiedene Aussichtspunkte rund um Los Gigantes und Puerto de Santiago ermöglichen einen guten Blick auf die Steilküste. Noch eindrucksvoller wirken die Felsen jedoch vom Wasser. Vom Hafen von Los Gigantes starten regelmäßig Bootstouren entlang der Küste sowie Ausfahrten zur Wal- und Delfinbeobachtung. Je nach Boot, Dauer und Leistungsumfang beginnen einfache Touren häufig bei etwa 25 bis 40 Euro pro Person; längere oder kleinere Touren können deutlich teurer sein.
Los Gigantes lässt sich gut mit Puerto de Santiago und der schwarzen Playa de la Arena verbinden.
3. Anaga-Gebirge – die grüne und wilde Seite Teneriffas
Der Nordosten der Insel wirkt teilweise wie eine andere Welt. Das Anaga-Gebirge ist geprägt von schmalen Bergrücken, tief eingeschnittenen Tälern, kleinen Dörfern und feuchten Lorbeerwäldern. Wolken und Nebel sind hier keine Seltenheit – und tragen wesentlich zur besonderen Atmosphäre bei.
Ein guter Ausgangspunkt für kurze Wanderungen ist Cruz del Carmen. Wer mehr Zeit hat, kann anschließend über die kurvenreichen Straßen Richtung Taganana, Almáciga und Benijo fahren. Die Entfernungen sind nicht besonders groß, wegen der engen Bergstraßen sollte man jedoch ausreichend Zeit einplanen.
Für Wanderer und Naturfreunde gehört Anaga zu den interessantesten Regionen Teneriffas. Wer dagegen einen klassischen sonnigen Badetag plant, ist im Süden meist besser aufgehoben.
4. San Cristóbal de La Laguna – historische UNESCO-Stadt
San Cristóbal de La Laguna ist eines der wichtigsten kulturellen Ziele Teneriffas. Die historische Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und unterscheidet sich deutlich von den touristischen Küstenorten. Farbenfrohe Fassaden, Kirchen, traditionelle kanarische Häuser und alte Innenhöfe prägen das Zentrum.
Für einen Rundgang eignen sich besonders die Calle San Agustín, die Calle Obispo Rey Redondo und die Umgebung der Plaza del Adelantado. La Laguna ist dabei kein Freilichtmuseum, sondern eine lebendige Universitätsstadt mit Cafés, Restaurants und Geschäften.
Von Santa Cruz lässt sich das Zentrum bequem mit der Straßenbahn erreichen. Gerade für Besucher ohne Mietwagen ist La Laguna deshalb eines der unkompliziertesten Ausflugsziele der Insel.
5. Masca – Bergdorf zwischen dramatischen Felsen
Masca liegt spektakulär zwischen den Bergen des Teno-Gebirges im Nordwesten. Schon die kurvenreiche Anfahrt ist ein Erlebnis. Aussichtspunkte entlang der Strecke bieten beeindruckende Blicke auf Schluchten, Felsformationen und die kleine Siedlung.
Masca selbst ist klein und lässt sich relativ schnell erkunden. Deshalb lohnt es sich, den Besuch mit Santiago del Teide, Buenavista del Norte oder anderen Zielen im Teno-Gebiet zu kombinieren.
Für die bekannte Wanderung durch den Barranco de Masca gelten besondere Zugangsbedingungen. Wer die Schlucht durchwandern möchte, sollte sich unbedingt vorab über Reservierung, Ausrüstung und aktuelle Öffnung informieren.
6. Playa de Benijo – wilde Atlantikküste bei Taganana
Hinter Taganana und Almáciga liegt mit der Playa de Benijo einer der fotogensten Strände Teneriffas. Schwarzer Vulkansand, kräftige Brandung und markante Felsen im Meer bilden eine dramatische Kulisse vor den Bergen des Anaga-Gebirges.
Benijo ist besonders zum Fotografieren und für Sonnenuntergänge interessant. Als klassischer Familienstrand eignet er sich weniger: Wellen und Strömungen können kräftig sein und die Bedingungen ändern sich schnell.
Am sinnvollsten ist Benijo als Teil eines Tagesausflugs durch Anaga mit Stopps in Taganana und Almáciga.
7. Costa Adeje – Strände und Komfort im Süden
Costa Adeje zeigt die moderne touristische Seite Teneriffas. Hotels, Restaurants, lange Promenaden und mehrere gut ausgestattete Strände machen die Region besonders bequem für Badeurlauber.
Zu den bekanntesten Stränden gehören Playa del Duque, Playa de Fañabé und Playa de Torviscas. Playa del Duque wirkt gehobener und ruhiger, während Fañabé und Torviscas mehr Gastronomie, Wassersportangebote und touristisches Leben bieten.
Wer Sonne, Strand und kurze Wege sucht, ist hier meist besser aufgehoben als im feuchteren Norden. Für traditionelle kanarische Architektur und ursprüngliche Dörfer sollte man Costa Adeje dagegen verlassen und andere Teile der Insel erkunden.
8. Puerto de la Cruz – Stadtleben und Atlantik im Norden
Puerto de la Cruz verbindet den Charakter einer gewachsenen kanarischen Stadt mit einer langen touristischen Tradition. Im Zentrum findet man historische Häuser, kleine Plätze, Restaurants und eine lebendige Küstenpromenade.
Sehenswert sind unter anderem die Plaza del Charco, das Viertel La Ranilla und die Küstenzone rund um den von César Manrique gestalteten Lago Martiánez. Auch der Botanische Garten gehört zu den klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Im Vergleich zu Costa Adeje ist Puerto de la Cruz grüner und urbaner, allerdings auch häufiger bewölkt. Gerade diese Kombination aus Stadt, Vegetation und rauerer Atlantikküste macht den Reiz des Nordens aus.
9. El Médano – Strand, Montaña Roja und Wassersport
El Médano unterscheidet sich deutlich von den großen Ferienzentren im Süden. Der Ort besitzt eine entspannte Atmosphäre, eine zentrale Plaza direkt am Meer und lange Strandabschnitte. Wegen des häufig kräftigen Windes ist die Region besonders bei Wind- und Kitesurfern bekannt.
Das Wahrzeichen der Gegend ist die Montaña Roja, ein markanter Vulkankegel zwischen El Médano und der Playa de la Tejita. Die Küstenlandschaft eignet sich hervorragend für Spaziergänge und leichte Wanderungen.
Für Reisende, die große Hotelanlagen und windgeschützte Strände bevorzugen, ist Costa Adeje komfortabler. El Médano passt besser zu Wassersportlern und Besuchern, die eine lockerere Atmosphäre suchen.
10. Garachico – historische Architektur und Lavapools
Garachico gehört zu den schönsten historischen Orten im Norden Teneriffas. Einst besaß die Stadt einen der wichtigsten Häfen der Insel. Der Vulkanausbruch von 1706 zerstörte große Teile des Hafens und veränderte die weitere Entwicklung Garachicos grundlegend.
Heute lohnt sich ein Spaziergang durch das Zentrum rund um die Plaza de la Libertad, die Iglesia de Santa Ana und das Castillo de San Miguel. Direkt an der Küste befinden sich außerdem die bekannten natürlichen Meerwasserbecken von El Caletón, die zwischen vulkanischen Lavaformationen entstanden sind.
Bei ruhigem Meer sind sie ein außergewöhnlicher Platz zum Baden. Bei starkem Wellengang sollte man die Absperrungen und örtlichen Warnungen unbedingt beachten.
Welche Orte auf Teneriffa passen zu welchem Urlaub?
- Spektakuläre Natur: Teide-Nationalpark, Anaga und Los Gigantes.
- Wandern: Anaga, Teide und das Teno-Gebirge rund um Masca.
- Strandurlaub: Costa Adeje, El Médano und – bei geeigneten Bedingungen – Benijo.
- Geschichte und Architektur: La Laguna und Garachico.
- Stadt und Meer: Puerto de la Cruz.
- Fotografie und Sonnenuntergänge: Benijo, Los Gigantes und die Westküste.
So planst du deine Tour zu den schönsten Orten Teneriffas
Ein häufiger Fehler bei der Reiseplanung ist, die Fahrzeiten zu unterschätzen. Auf der Autobahn sind viele Orte schnell erreichbar, doch die Straßen nach Masca, Benijo oder durch das Anaga-Gebirge sind kurvenreich und deutlich langsamer.
Am besten teilst du deine Ausflüge nach Regionen auf. Teide und die zentrale Vulkanlandschaft verdienen einen eigenen Tag. Anaga lässt sich mit La Laguna, Taganana und Benijo verbinden. Garachico und Masca passen gut zu einer Rundfahrt durch den Nordwesten. Los Gigantes wiederum lässt sich bequem von Costa Adeje und den Ferienorten im Süden erreichen.
Auch die Höhenunterschiede sollte man berücksichtigen. Zwischen einem sonnigen Strand im Süden und den Hochlagen des Teide können am selben Tag erhebliche Temperaturunterschiede liegen. Wasser, Sonnenschutz, festes Schuhwerk und eine leichte Jacke gehören deshalb bei längeren Inseltouren ins Auto.
Fazit: Wo ist Teneriffa am schönsten?
Einen einzigen schönsten Ort auf Teneriffa gibt es kaum. Der Teide-Nationalpark bietet die außergewöhnlichste Vulkanlandschaft, während Anaga die grüne und wilde Seite der Insel zeigt. La Laguna überzeugt mit Geschichte und Architektur, Garachico verbindet historischen Charme mit Vulkanlandschaft und die Playa de Benijo gehört zu den eindrucksvollsten Küstenabschnitten.
Genau diese Unterschiede machen Teneriffa so reizvoll. Wer nicht ausschließlich im Ferienort bleibt, sondern Süden, Norden, Berge und Vulkanlandschaften miteinander kombiniert, entdeckt innerhalb weniger Tage völlig unterschiedliche Seiten der Insel – und findet wahrscheinlich seinen ganz persönlichen schönsten Ort auf Teneriffa.









