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Der Pico del Teide: Alles über den höchsten Berg Spaniens

Der Pico del Teide ist mit 3.715 Metern nicht nur der höchste Berg Teneriffas, sondern zugleich der höchste Berg Spaniens. Wer zum ersten Mal auf Teneriffa Urlaub macht, sieht seinen Gipfel oft schon lange vor dem eigentlichen Besuch: von Puerto de la Cruz, aus dem Orotava-Tal, von der Autobahn im Süden oder – bei besonders klarer Sicht – sogar von anderen Kanarischen Inseln.

Ein Ausflug zum Teide gehört zu den eindrucksvollsten Unternehmungen auf Teneriffa. Dabei muss man keineswegs bis auf den Gipfel steigen. Schon die Fahrt durch den Teide-Nationalpark, die Lavalandschaften rund um die Roques de García, die Ebene der Llano de Ucanca und die Höhenlagen oberhalb von 2.000 Metern unterscheiden sich völlig von den Küstenregionen der Insel.

Wer tatsächlich auf den Gipfel möchte, muss dagegen genauer planen. Genehmigungen, Seilbahntickets, Wetter, Höhenunterschied und teilweise stark ausgelastete Parkplätze machen einen Teide-Besuch zu einem Ausflug, bei dem etwas Vorbereitung viel Ärger erspart.

Wie hoch ist der Teide?

Der Pico del Teide erreicht 3.715 Meter über dem Meeresspiegel. Damit ist er der höchste Punkt Spaniens und zugleich der höchste Gipfel der Kanarischen Inseln.

Noch beeindruckender werden seine Dimensionen, wenn man nicht nur die Höhe über dem Meer betrachtet. Der Vulkan erhebt sich vom Meeresboden des Atlantiks aus mehrere Kilometer nach oben und gehört dadurch zu den größten Vulkanstrukturen der Erde.

Der Teide ist Teil eines wesentlich größeren vulkanischen Systems. Rund um den heutigen Gipfel erstreckt sich die gewaltige Caldera de Las Cañadas, die man bei einer Fahrt durch den Nationalpark besonders gut erkennt. Der Besucher fährt also nicht einfach „auf einen Berg“, sondern mitten durch eine Landschaft, die durch mehrere Phasen vulkanischer Aktivität entstanden ist.

Der letzte Ausbruch direkt am Teide-Gebirgskomplex fand 1798 an den Narices del Teide westlich des Pico Viejo statt. Der Teide gilt weiterhin als aktiver Vulkan, auch wenn ein normaler Besuch des Nationalparks dadurch nicht mit einer unmittelbaren besonderen Gefahr verbunden ist.

Wo liegt der Teide?

Weite Landschaft mit Pinienwald auf Teneriffa und dem Teide in der Ferne unter tiefblauem Himmel.

Der Teide befindet sich ungefähr im Zentrum Teneriffas im Parque Nacional del Teide. Der Nationalpark umfasst die Hochgebirgslandschaft rund um Teide, Pico Viejo und Las Cañadas.

Für Besucher ist wichtig zu verstehen, dass „zum Teide fahren“ mehrere Dinge bedeuten kann.

Man kann lediglich durch den Nationalpark fahren und an Aussichtspunkten stoppen. Man kann die Roques de García besuchen. Man kann zur Talstation der Seilbahn fahren. Man kann mit der Seilbahn auf rund 3.550 Meter gelangen. Oder man kann mit entsprechender Genehmigung bis zum eigentlichen Gipfel auf 3.715 Meter steigen.

Das sind hinsichtlich Zeitaufwand und körperlicher Belastung sehr unterschiedliche Ausflüge.

Die schönsten Routen zum Teide mit dem Auto

Bereits die Anfahrt gehört zu den Höhepunkten des Tages. Je nachdem, wo man auf Teneriffa wohnt, bieten sich verschiedene Strecken an.

Von Costa Adeje, Los Cristianos und dem Süden

Wer in Costa Adeje, Playa de las Américas oder Los Cristianos wohnt, fährt normalerweise über Vilaflor und die TF-21 hinauf.

Vilaflor liegt bereits auf rund 1.400 Metern Höhe und eignet sich gut für einen Zwischenstopp. Danach verändert sich die Landschaft schnell: Kanarische Kiefern werden seltener, schließlich öffnet sich die karge Hochgebirgslandschaft von Las Cañadas.

Von Costa Adeje sollte man für die reine Fahrt bis zur Gegend der Teide-Seilbahn ungefähr 1 bis 1,5 Stunden einplanen – abhängig vom Ausgangspunkt, Verkehr und den Stopps unterwegs.

Gerade beim ersten Besuch sind Stopps fast unvermeidlich. Aussichtspunkte wie Boca Tauce bieten einen völlig anderen Eindruck der Insel als die Ferienorte an der Küste.

Von Puerto de la Cruz und La Orotava

Von der Nordküste führt die TF-21 über La Orotava in Richtung Nationalpark.

Diese Route ist landschaftlich besonders interessant, weil man innerhalb relativ kurzer Zeit mehrere Vegetations- und Klimazonen durchquert. Unten liegen Bananenplantagen, Wohngebiete und subtropische Vegetation, weiter oben folgen die ausgedehnten Kiefernwälder und schließlich die fast vegetationslose Vulkanlandschaft.

Von Puerto de la Cruz bis zur Seilbahn sollte man ungefähr eine Stunde Fahrtzeit kalkulieren.

Von Santa Cruz und La Laguna über La Esperanza

Eine der schönsten Zufahrten beginnt im Nordosten. Von La Laguna beziehungsweise Santa Cruz fährt man über La Esperanza und die TF-24 hinauf.

Die Straße führt zunächst durch Kiefernwald und anschließend über den langgezogenen Höhenrücken der Insel. Bei gutem Wetter gibt es unterwegs mehrere spektakuläre Perspektiven auf den Teide.

Besonders bekannt sind die Aussichtspunkte entlang der TF-24, von denen man den Teide über einem Wolkenmeer sehen kann.

Für Reisende, die nicht unter Zeitdruck stehen, ist diese Route oft interessanter als die schnellstmögliche Anfahrt.

Teide mit dem Mietwagen: Was sollte man beachten?

Ein Mietwagen ist für einen klassischen Tagesausflug besonders praktisch, weil man nicht auf einen einzigen Zielpunkt beschränkt ist.

Die Straßen durch den Nationalpark sind asphaltiert und unter normalen Bedingungen problemlos mit einem gewöhnlichen Kleinwagen befahrbar. Ein SUV oder Geländewagen ist dafür nicht notwendig.

Das eigentliche Problem sind eher die Parkplätze.

Vor allem rund um die Seilbahn und die Roques de García kann es während der beliebtesten Besuchszeiten schwierig werden, einen freien Platz zu finden. Wildes Parken am Straßenrand sollte man vermeiden. Die Inselverwaltung kontrolliert den Verkehr im Nationalpark zunehmend und arbeitet außerdem an einem Mobilitätsmodell mit stärkerer Nutzung von Shuttle-Bussen und Einschränkungen für Besucherfahrzeuge.

Wer flexibel ist, sollte deshalb eher früh starten und vor der größten Besucherwelle oben sein.

Im Winter kommt ein weiterer Punkt hinzu: Schnee und Eis sind am Teide durchaus möglich. Im März 2026 mussten beispielsweise die TF-21 und TF-24 wegen Eis zeitweise geschlossen werden. Nach Verbesserung der Straßenverhältnisse wurden sie wieder geöffnet.

Deshalb sollte man insbesondere zwischen Dezember und März am Morgen den aktuellen Straßenzustand kontrollieren.

Die Teide-Seilbahn: der einfachste Weg nach oben

Die Teleférico del Teide verbindet die Talstation auf etwa 2.350 Metern mit La Rambleta auf rund 3.550 Metern.

Die Fahrt dauert nur wenige Minuten, überwindet aber mehr als 1.000 Höhenmeter. Genau deshalb sollte man den Höhenunterschied nicht unterschätzen.

Von der oberen Station befindet man sich bereits in einer echten Hochgebirgsumgebung. Die Luft ist deutlich dünner als an der Küste und manche Besucher merken die Höhe unmittelbar beim Aussteigen.

Langsames Gehen ist hier sinnvoller als hektisches Herumlaufen.

Die Seilbahn bringt Besucher allerdings nicht direkt auf den Gipfel.

Zwischen der Bergstation und dem Krater liegt noch der letzte Aufstieg über den Wanderweg Sendero 10 – Telesforo Bravo.

Braucht man eine Genehmigung für den Gipfel des Teide?

Ja. Wer den eigentlichen Gipfel erreichen möchte, benötigt für den kontrollierten Zugang zum Sendero Telesforo Bravo eine entsprechende Genehmigung.

Die Reservierung wird inzwischen über Tenerife ON verwaltet. Auch die staatliche Nationalparkverwaltung verweist Besucher für die Buchung ausdrücklich auf dieses System.

Das ist einer der wichtigsten Punkte bei der Planung: Ein Ticket für die Seilbahn bedeutet nicht automatisch, dass man bis zum Krater laufen darf.

Wer unbedingt auf den Gipfel möchte, sollte sich daher zuerst um die Zugangsmöglichkeit kümmern und erst anschließend den restlichen Tagesplan darum aufbauen.

Von der Bergstation bis zum Gipfel

Von La Rambleta führt der Telesforo-Bravo-Weg über die letzten rund 160 Höhenmeter zum Krater.

Auf einer gewöhnlichen Wanderkarte sieht das nach sehr wenig aus. In 3.500 Metern Höhe fühlt sich die Strecke jedoch anders an als ein vergleichbarer Anstieg auf Meereshöhe.

Viele Besucher müssen häufiger stehen bleiben. Das ist vollkommen normal: Der Sauerstoffpartialdruck ist deutlich geringer, während der Weg gleichzeitig steil ist.

Wer langsam läuft, genügend Zeit einplant und sich nicht mit anderen Wanderern misst, erlebt diesen Abschnitt wesentlich angenehmer.

Oben befindet man sich tatsächlich auf dem höchsten Punkt Spaniens. Bei klarer Sicht reicht der Blick über große Teile Teneriffas und teilweise bis zu Gran Canaria, La Gomera, La Palma und El Hierro.

Kann man den Teide komplett zu Fuß besteigen?

Ja. Die klassische Wanderroute beginnt im Bereich Montaña Blanca an der TF-21.

Von dort steigt man über mehrere Stunden in Richtung Altavista und weiter zur Gipfelregion auf. Der Höhenunterschied ist erheblich, und die Wanderung sollte nicht mit einer normalen zwei- oder dreistündigen Urlaubswanderung verwechselt werden.

Je nach Route, Tempo und Ziel muss man mit vielen Stunden Gehzeit rechnen.

Für erfahrene Wanderer ist die Besteigung eines der interessantesten Bergerlebnisse Teneriffas. Wer dagegen hauptsächlich die Landschaft kennenlernen möchte, bekommt mit Seilbahn und einigen kürzeren Wanderungen wesentlich mehr vom Nationalpark zu sehen und verbringt nicht den Großteil des Tages mit einem langen Aufstieg.

Außerdem gelten inzwischen für verschiedene hoch gelegene Wanderwege Zugangsbeschränkungen und Reservierungspflichten. Vor einer Tour sollte deshalb immer der aktuelle Status bei Tenerife ON kontrolliert werden.

Roques de García: die beste Alternative zum Gipfel

Wer nur einen Tag für den Teide hat, sollte die Roques de García nicht zugunsten der Seilbahn auslassen.

Die markante Felsgruppe liegt gegenüber dem Parador de Las Cañadas del Teide und gehört zu den bekanntesten Landschaften Teneriffas.

Schon wenige Minuten vom Parkplatz entfernt erreicht man spektakuläre Aussichtspunkte. Wer mehr Zeit hat, kann die Felsformation auf dem Rundweg umrunden.

Der Vorteil gegenüber dem Gipfel ist offensichtlich: Man benötigt normalerweise keine Seilbahn, erlebt die vulkanische Landschaft aus nächster Nähe und hat den Teide selbst ständig im Blick.

Für Familien, Fotografen oder Reisende, die keine anstrengende Hochgebirgstour unternehmen möchten, ist dieser Bereich häufig sogar interessanter.

Llano de Ucanca: die klassische Teide-Landschaft

Direkt bei den Roques de García erstreckt sich die Llano de Ucanca, eine riesige Ebene innerhalb der Caldera.

Hier entsteht eines der charakteristischsten Bilder des Nationalparks: vorne die fast ebene, trockene Landschaft von Las Cañadas und dahinter der Teide.

Gerade am späten Nachmittag verändert das tiefer stehende Licht die Farben der Lava und Felsen deutlich. Wer hauptsächlich fotografieren möchte, muss deshalb nicht unbedingt zur Mittagszeit kommen.

Minas de San José: eine Landschaft wie auf einem anderen Planeten

Ein weiterer empfehlenswerter Stopp liegt an der TF-21 bei den Minas de San José.

Die Landschaft besteht aus hellen Bimssteinflächen und dunkleren vulkanischen Formationen. Im Vergleich zu den Roques de García ist das Gelände offener und wirkt noch karger.

Der Stopp lässt sich hervorragend mit der Fahrt zwischen El Portillo und der Teide-Seilbahn verbinden.

Wer nur aus dem Auto steigt, ein Foto macht und weiterfährt, benötigt vielleicht 10 bis 15 Minuten. Für einen kurzen Spaziergang sollte man eher 30 bis 45 Minuten einplanen.

Parador de Las Cañadas del Teide: essen und übernachten mitten im Nationalpark

Eine der wenigen Möglichkeiten, direkt im Herzen des Nationalparks zu übernachten, ist der Parador de Las Cañadas del Teide bei den Roques de García.

Die Lage ist außergewöhnlich: Nach Abreise der meisten Tagesbesucher wird es in Las Cañadas deutlich ruhiger. Das macht eine Übernachtung vor allem für Sternbeobachter und Fotografen interessant.

Die Zimmerpreise schwanken stark nach Datum und Nachfrage. Als grobe Größenordnung sollte man für ein Doppelzimmer häufig mit etwa 120 bis über 200 Euro pro Nacht rechnen; an stark nachgefragten Terminen kann es teurer werden.

Für einen normalen Tagesausflug ist eine Übernachtung natürlich nicht notwendig. Wer jedoch Sonnenuntergang, Sternenhimmel und Sonnenaufgang erleben möchte, bekommt hier eine völlig andere Seite des Nationalparks zu sehen.

Was kostet ein Ausflug zum Teide?

Die Kosten hängen stark davon ab, wie man den Nationalpark besucht.

Eine Fahrt durch den Nationalpark mit dem eigenen Mietwagen und Stopps an Aussichtspunkten kostet abgesehen von Benzin praktisch nichts.

Mit der Seilbahn wird der Ausflug deutlich teurer. Die Preise ändern sich und hängen vom gewählten Ticket beziehungsweise zusätzlichen Leistungen ab. Für eine Hin- und Rückfahrt sollte ein erwachsener Besucher grob mit rund 40 bis 50 Euro rechnen.

Geführte Touren ab Costa Adeje, Los Cristianos oder Puerto de la Cruz beginnen häufig bei ungefähr 40 bis 60 Euro pro Person. Kombinationen mit Seilbahn, Sternbeobachtung oder umfangreicheren Ausflugsprogrammen können 70 bis über 100 Euro kosten.

Ein Mietwagen kann für zwei bis vier Personen daher wirtschaftlicher sein, insbesondere wenn man mehrere Orte im Nationalpark besuchen möchte.

Welche Kleidung braucht man am Teide?

Einer der häufigsten Fehler ist, die Temperatur an der Küste als Maßstab zu nehmen.

In Costa Adeje können 27 °C herrschen, während es in den höheren Lagen des Teide gleichzeitig nur wenige Grad über null hat. Dazu kommt häufig Wind.

Das gilt auch außerhalb des Winters.

Für die Fahrt durch den Nationalpark reichen je nach Jahreszeit normale Kleidung und eine zusätzliche Jacke. Wer mit der Seilbahn nach La Rambleta fährt oder wandert, sollte dagegen geschlossene Schuhe, lange Kleidung und eine winddichte Außenschicht dabeihaben.

Im Winter können Mütze und Handschuhe sinnvoll sein.

Gleichzeitig ist die Sonneneinstrahlung in mehr als 2.000 oder 3.000 Metern Höhe sehr intensiv. Sonnencreme und Sonnenbrille gehören deshalb auch dann ins Gepäck, wenn es kühl ist.

Wie wirkt sich die Höhe aus?

Der schnelle Wechsel von Meereshöhe auf über 3.500 Meter ist ungewöhnlich.

Wer morgens noch am Strand von Los Cristianos sitzt und wenige Stunden später aus der Bergstation der Seilbahn steigt, hat seinem Körper praktisch keine Zeit zur Höhenanpassung gegeben.

Mögliche Reaktionen sind Kopfschmerzen, Schwindel, Kurzatmigkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit.

Die meisten Besucher haben keine größeren Probleme, sollten aber langsam gehen und auf deutliche Beschwerden reagieren. Menschen mit relevanten Herz-, Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen sollten vor einem solchen Höhenaufenthalt medizinischen Rat einholen.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Grundsätzlich kann man den Teide das ganze Jahr besuchen. Die Bedingungen unterscheiden sich allerdings erheblich.

Frühling

März bis Mai gehört zu den interessantesten Zeiten. Besonders eindrucksvoll ist die Blüte des Tajinaste rojo, dessen rote Blütenstände in der Hochgebirgslandschaft sofort auffallen.

Sommer

Waldweg schlängelt sich durch einen lichten Kiefernwald mit vulkanischen Steinen und trockenem Waldboden.

Im Juli und August sind die Bedingungen häufig trocken und stabil. Tagsüber kann die Sonne sehr intensiv sein, während es in höheren Lagen trotzdem deutlich kühler als an der Küste bleibt.

Die Ferienzeit bringt außerdem viele Besucher.

Herbst

September bis November bietet häufig angenehme Bedingungen und etwas weniger Betrieb als die Hochsaison. Für Wanderungen kann diese Zeit sehr interessant sein.

Winter

Der Winter zeigt den Teide von seiner spektakulärsten, aber auch unberechenbarsten Seite.

Schnee auf dem Gipfel vor blauem Himmel gehört zu den schönsten Bildern Teneriffas. Gleichzeitig können Schnee, Eis und starker Wind dazu führen, dass Straßen, Wanderwege oder die Seilbahn kurzfristig geschlossen werden. Dass solche Sperrungen tatsächlich vorkommen, zeigte sich beispielsweise im März 2026.

Vormittag oder Nachmittag?

Die meisten organisierten Busausflüge kommen tagsüber in den Nationalpark. Entsprechend voll kann es zwischen spätem Vormittag und frühem Nachmittag an den bekanntesten Punkten werden.

Wer einen Mietwagen hat, ist flexibler.

Ein früher Start bietet bessere Chancen auf Parkplätze. Der späte Nachmittag hat dagegen einen anderen Vorteil: Viele Tagesausflügler fahren bereits zurück zur Küste und das Licht wird interessanter.

Für einen klassischen Tagesausflug aus dem Süden bietet sich beispielsweise folgende Reihenfolge an:

Costa Adeje – Vilaflor – Boca Tauce – Roques de García – Teide-Seilbahn – Minas de San José – El Portillo – Rückfahrt.

Wer nicht dieselbe Straße zurückfahren möchte, kann daraus eine längere Rundfahrt machen.

Sonnenuntergang am Teide

Der Sonnenuntergang ist einer der Gründe, warum es sich lohnen kann, länger im Nationalpark zu bleiben.

Besonders interessant sind die westlich orientierten Bereiche von Las Cañadas sowie verschiedene Aussichtspunkte entlang der Zufahrtsstraßen.

Nach Sonnenuntergang fällt die Temperatur allerdings schnell. Selbst wenn man nachmittags noch im T-Shirt unterwegs war, kann eine Jacke innerhalb kurzer Zeit notwendig werden.

Außerdem sollte man bedenken, dass die Rückfahrt anschließend über kurvige Bergstraßen im Dunkeln erfolgt.

Sterne beobachten im Teide-Nationalpark

Teneriffas Höhenlage, die trockene Atmosphäre und die geringe Lichtverschmutzung machen die Hochlagen der Insel zu einem hervorragenden Gebiet für astronomische Beobachtungen.

Man braucht dafür nicht zwingend eine organisierte Tour.

Bereits mit bloßem Auge sind in einer klaren, mondarmen Nacht wesentlich mehr Sterne sichtbar als in den Ferienorten an der Küste.

Wer mehr erfahren möchte, findet verschiedene kommerzielle Teide-Stargazing-Touren, häufig mit Teleskopen und astronomischer Erklärung. Solche Angebote bewegen sich je nach Umfang oft im Bereich von etwa 50 bis über 100 Euro pro Person.

Für einen selbst organisierten Abend sollte man vor allem warme Kleidung mitnehmen. Nachts können die Temperaturen in Las Cañadas erheblich niedriger sein als in Costa Adeje oder Puerto de la Cruz.

Teide oder Anaga – was ist interessanter?

Beide Regionen gehören zu den Höhepunkten Teneriffas, könnten landschaftlich aber kaum unterschiedlicher sein.

Der Teide-Nationalpark bietet offene Vulkanlandschaften, Lavafelder, Hochgebirge und weite Fernblicke.

Der Anaga-Landschaftspark im Nordosten ist dagegen geprägt von steilen Schluchten, Lorbeerwald, feuchteren Berghängen und kleinen Orten wie Taganana oder Almáciga.

Wer nur einen Tag zur Verfügung hat und Teneriffa zum ersten Mal besucht, würde ich den Teide wählen. Wer mehrere Tage auf der Insel bleibt, sollte unbedingt beide Regionen sehen – gerade der Kontrast erklärt sehr gut, warum Teneriffa landschaftlich so abwechslungsreich ist.

Teide oder Masca?

Auch Masca ist kein wirklicher Ersatz für den Teide.

Masca steht für eine enge Berglandschaft mit tiefen Schluchten und spektakulären Straßen. Der Teide wirkt dagegen weit, offen und fast außerirdisch.

Bei begrenzter Zeit ist ein Teide-Ausflug einfacher als ein Tag, an dem man versucht, Teide und Masca miteinander zu kombinieren. Auf der Karte wirken die Entfernungen klein, aber die Bergstraßen machen solche Programme schnell hektisch.

Besser ist es, beide Ziele auf getrennte Tage zu verteilen.

Lohnt sich der Teide auch ohne Seilbahn?

Ja – eindeutig.

Das wird bei der Reiseplanung häufig unterschätzt.

Die Seilbahn ist interessant, aber sie ist nicht der einzige Grund für einen Besuch. Einige der schönsten Landschaften befinden sich direkt entlang der Straßen durch den Nationalpark.

Wer keine Tickets bekommt oder wegen Wind nicht fahren kann, kann trotzdem einen ausgezeichneten Tag verbringen:

Roques de García, Llano de Ucanca, Boca Tauce, Minas de San José, El Portillo und mehrere Aussichtspunkte lassen sich problemlos miteinander kombinieren.

Für viele Besucher ist diese Rundfahrt sogar abwechslungsreicher als eine Fahrt zur Seilbahn, ein kurzer Aufenthalt oben und die direkte Rückfahrt zum Hotel.

Was sollte man am Teide vermeiden?

Der größte Fehler ist ein zu enger Zeitplan.

Wer um 11 Uhr von Costa Adeje startet, um 13 Uhr die Seilbahn nehmen möchte, anschließend die Roques de García sehen will und am späten Nachmittag bereits wieder einen Termin im Hotel hat, verbringt einen unnötig großen Teil des Tages mit Zeitdruck.

Auch spontane Gipfelpläne sind problematisch. Für den kontrollierten Zugang zum Gipfelweg ist eine Genehmigung erforderlich; die offiziellen Reservierungen werden über Tenerife ON verwaltet.

Ebenso wenig sollte man im Winter einfach davon ausgehen, dass alle Straßen und Wege geöffnet sind. Eis, Schnee oder starker Wind können die Situation innerhalb kurzer Zeit verändern.

Und schließlich sollte man nicht versuchen, möglichst viele Kilometer abzuhaken. Der Nationalpark ist gerade dann beeindruckend, wenn man das Auto mehrmals stehen lässt und kurze Strecken zu Fuß geht.

Ein sinnvoller Tagesplan für den ersten Teide-Besuch

Wer beispielsweise in Costa Adeje wohnt und einen Mietwagen hat, kann morgens über Vilaflor hinauffahren.

Nach einem kurzen Stopp in Vilaflor geht es weiter über Boca Tauce zu den Roques de García. Dafür sollte man mindestens eine Stunde einplanen, bei einer Wanderung entsprechend länger.

Anschließend fährt man zur Seilbahn, sofern Tickets gebucht wurden.

Danach bietet sich die Weiterfahrt in Richtung Minas de San José und El Portillo an.

Statt anschließend dieselbe Strecke zurückzufahren, kann man je nach Tagesplan über La Orotava zur Nordküste oder über die TF-24 Richtung La Esperanza weiterfahren.

So wird aus dem Teide-Besuch eine echte Rundfahrt durch mehrere Landschaftszonen Teneriffas.

Fazit: Der Teide ist weit mehr als nur der höchste Punkt Spaniens

Der Pico del Teide ist mit 3.715 Metern der höchste Berg Spaniens, aber die Gipfelhöhe allein erklärt seine Faszination kaum.

Das eigentliche Erlebnis beginnt bereits auf der Anfahrt. Innerhalb von ein oder zwei Stunden wechselt Teneriffa von subtropischen Küstenlandschaften über Kiefernwälder zu einer kargen Vulkanwelt auf mehr als 2.000 Metern Höhe.

Wer zum ersten Mal kommt, sollte deshalb nicht ausschließlich die Seilbahn als Ziel betrachten. Roques de García, Llano de Ucanca, Minas de San José und die verschiedenen Aussichtspunkte entlang der TF-21 und TF-24 gehören mindestens genauso zu einem guten Teide-Tag.

Für den Gipfel ist dagegen Planung erforderlich. Die Zugangsregeln und Genehmigungen sollten vorab über Tenerife ON geprüft werden, ebenso der aktuelle Zustand der Wanderwege und Zufahrtsstraßen.

Mit Mietwagen lohnt es sich, einen ganzen Tag einzuplanen und nicht einfach auf dem gleichen Weg hinauf- und wieder hinunterzufahren. Wer morgens aus dem sonnigen Süden startet, mittags zwischen Lavafeldern auf über 2.000 Metern steht und am Abend durch die Wälder oberhalb von La Orotava oder La Esperanza zurückfährt, bekommt an einem einzigen Tag einen erstaunlich großen Teil der landschaftlichen Vielfalt Teneriffas zu sehen.

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