Teneriffa Reiseführer

Entdecke Teneriffa: Strände, Natur und Erlebnisse auf den Kanarischen Inseln

Teneriffa mit Kindern: Familienurlaub zwischen Strand, Vulkan und Freizeitparks

Teneriffa eignet sich hervorragend für einen Familienurlaub mit Kindern, weil sich hier sehr unterschiedliche Urlaubstage kombinieren lassen: morgens am geschützten Sandstrand baden, am nächsten Tag durch die Vulkanlandschaft des Teide-Nationalparks fahren und zwischendurch einen Wasser- oder Tierpark besuchen. Dazu kommen ganzjährig milde Temperaturen, viele Apartments und Familienhotels sowie eine Infrastruktur, bei der Supermärkte, Restaurants und medizinische Versorgung in den Ferienorten schnell erreichbar sind.

Allerdings macht es einen großen Unterschied, wo man auf der Insel wohnt. Familien mit kleinen Kindern sind im sonnigen Süden rund um Costa Adeje und Los Cristianos meist besonders gut aufgehoben. Wer Natur, grüne Landschaften und Ausflüge wichtiger findet als möglichst viele Strandtage, sollte dagegen auch Puerto de la Cruz und den Norden Teneriffas in Betracht ziehen.

Wo auf Teneriffa mit Kindern übernachten?

Costa Adeje: komfortabel und besonders familienfreundlich

Costa Adeje ist für den ersten Teneriffa-Urlaub mit Kindern eine der unkompliziertesten Regionen. Rund um Playa Fañabé, Torviscas, Playa del Duque und La Caleta gibt es zahlreiche Hotels und Apartmentanlagen, Supermärkte, Restaurants und gut ausgestattete Strände. Viele Wege lassen sich zu Fuß entlang der Küstenpromenade zurücklegen.

Besonders praktisch sind Playa Fañabé und Torviscas, wenn Strand, Restaurants und Unterhaltung nah beieinanderliegen sollen. Playa del Duque wirkt etwas ruhiger und exklusiver, ist bei Unterkunft und Gastronomie aber häufig teurer. Richtung La Caleta wird die Umgebung wiederum ruhiger – interessant für Familien, die nicht mitten im touristischen Zentrum wohnen möchten.

Blick über Costa Adeje mit Hotels, Palmen und Atlantikküste

Los Cristianos: kurze Wege und gute Strände

Los Cristianos ist eine gute Alternative zu Costa Adeje. Der Ferienort ist kompakt und bietet viele Apartments, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Besonders attraktiv für Familien ist die breite Playa de Las Vistas zwischen Los Cristianos und Playa de las Américas. Dank der geschützten Lage ist das Wasser hier häufig ruhiger als an offenen Naturstränden.

Wer keinen Mietwagen nehmen möchte, hat in Los Cristianos ebenfalls Vorteile: Busverbindungen sind gut, viele Ziele im Süden sind schnell erreichbar und selbst längere Spaziergänge entlang der Promenade mit Kinderwagen sind problemlos möglich.

Puerto de la Cruz: grüner Norden statt klassischer Badeferien

Ganz anders fühlt sich Puerto de la Cruz an. Der Norden ist grüner, im Winter aber auch wolkiger und feuchter als Costa Adeje. Dafür erreicht man von hier La Orotava, das Orotava-Tal und viele Ausflugsziele im Norden schnell. Auch der Loro Parque liegt direkt am Stadtrand.

Für Familien, die täglich möglichst zuverlässiges Strandwetter suchen, hat der Süden Vorteile. Wer dagegen Landschaft, kanarische Städte und Natur mit Badetagen kombinieren möchte, findet im Norden mehr Abwechslung.

Felsige Küste am Mirador de los Roques mit Atlantikwellen und grünen Hängen

Die besten Aktivitäten auf Teneriffa mit Kindern

Siam Park: Wasserspaß für Familien

Der Siam Park an der Avenida Siam in Costa Adeje ist vor allem mit Schulkindern und Teenagern ein Höhepunkt. Neben spektakulären Wasserrutschen gibt es ruhigere Bereiche, ein großes Wellenbecken und Angebote für jüngere Kinder. Bei den einzelnen Attraktionen gelten unterschiedliche Größen- und Sicherheitsbestimmungen.

In der Hauptsaison sollte man möglichst früh kommen. Im Juli und August sowie während der europäischen Schulferien können sich an beliebten Rutschen längere Warteschlangen bilden. Neben dem Eintritt entstehen gegebenenfalls Zusatzkosten: Schließfächer kosten aktuell beispielsweise etwa 7 Euro in der kleinen und 10 Euro in der großen Variante. Aktuelle Preise und Öffnungszeiten sollte man vor dem Besuch auf der offiziellen Website prüfen.

Außenansicht des Siam Park in Costa Adeje mit Palmen und Eingangsschild

Adresse: Avenida Siam, s/n, 38660 Costa Adeje
Website: https://siampark.net/

Loro Parque: beliebtes Ausflugsziel im Norden

Der Loro Parque in Puerto de la Cruz ist eines der bekanntesten Familienausflugsziele Teneriffas. Der Park beherbergt mehr als 400 Tierarten und ist groß genug, um dort einen erheblichen Teil des Tages zu verbringen. Kinder von 3 bis 11 Jahren zahlen einen ermäßigten Eintritt, Kinder unter drei Jahren haben nach den aktuellen Bedingungen freien Eintritt.

Familien, die sowohl Loro Parque als auch Siam Park besuchen möchten, können das Twin Ticket vergleichen. Es kombiniert beide Parks und ist nach dem ersten Besuch 15 Tage gültig. Wer im Süden wohnt, sollte für den Loro Parque einen ganzen Ausflugstag einplanen; es werden auch Transfers aus dem Süden angeboten.

Adresse: Avenida Loro Parque, s/n, 38400 Puerto de la Cruz
Website: https://www.loroparque.com/

Kinderfreundliche Strände auf Teneriffa

Bei einem Urlaub mit kleinen Kindern sollte man nicht einfach den nächstgelegenen Strand wählen. Teneriffa liegt im offenen Atlantik, und an ungeschützten Küstenabschnitten können Wellen und Strömungen kräftig sein. Angenehmer sind Strände mit Wellenbrechern und guter Infrastruktur.

Badegäste an der Playa de la Arena mit schwarzem Vulkansand und Atlantik

Unabhängig vom Strand gilt: Die Badeflaggen vor Ort haben Vorrang. Bei roter Flagge darf nicht gebadet werden. Gerade mit Kindern sollte man den Atlantik auch dann nicht unterschätzen, wenn das Wasser unmittelbar am Ufer ruhig aussieht.

Teide-Nationalpark mit Kindern entdecken

Der Teide-Nationalpark ist ein guter Gegenpol zu Strand und Freizeitpark. Bereits die Fahrt von der Küste hinauf ist ein Erlebnis: Die Straße führt durch kanarische Kiefernwälder bis in eine karge Vulkanlandschaft auf über 2.000 Metern Höhe.

Mit kleineren Kindern muss man keine lange Wanderung planen. Die Aussichtspunkte entlang der Straße und die Gegend bei den Roques de García ermöglichen schon mit kurzen Spaziergängen eindrucksvolle Blicke auf Lavaformationen und den Teide. Mit größeren Kindern können längere Wege interessant sein.

Kanarische Kiefern an einem felsigen Berghang mit Wolken auf Teneriffa

Wichtig ist warme Kleidung. Zwischen Strand und Hochland können erhebliche Temperaturunterschiede liegen. Auch wenn es morgens in Costa Adeje 25 Grad warm ist, können oben Wind und deutlich niedrigere Temperaturen herrschen.

Familienhotel oder Ferienwohnung?

Bei der Unterkunft hängt die beste Wahl stark vom Alter der Kinder ab. Eine Ferienwohnung mit Küche bietet mehr Flexibilität und ist bei längeren Aufenthalten häufig günstiger. Frühstück, Snacks und Abendessen lassen sich selbst zubereiten, und Familien haben meist mehr Platz als in einem normalen Hotelzimmer.

Ein Familienhotel ist bequemer, wenn Pool, Kinderprogramm und Verpflegung wichtiger sind. Ein Beispiel aus der ursprünglichen Seite ist das H10 Costa Adeje Palace in La Caleta. Das Hotel liegt direkt an der Playa de La Enramada und bietet unter anderem Familienzimmer, mehrere Pools, einen Kinderclub für 4- bis 12-Jährige, Spielbereiche und einen Kinder-Wasserpark. Die Familienzimmer sind laut Hotel für bis zu zwei Erwachsene und zwei Kinder ausgelegt.

Eingangsbereich des H10 Costa Adeje Palace in La Caleta mit Palmen

H10 Costa Adeje Palace
Playa La Enramada, La Caleta, 38679 Costa Adeje
Telefon: +34 922 71 41 71
E-Mail: h10.costa.adeje.palace@h10hotels.com
Website: https://www.h10hotels.com/

All Inclusive kann sich lohnen, wenn die Familie viele Tage im Hotel verbringt. Wer dagegen fast täglich die Insel erkunden und unterwegs essen möchte, ist mit Apartment oder Frühstück/Halbpension oft flexibler.

Essen mit Kindern: Was kostet eine Familienmahlzeit?

In Costa Adeje, Los Cristianos und Puerto de la Cruz ist die Auswahl groß: Neben kanarischen Restaurants findet man italienische, asiatische und internationale Küche. Kinder kommen meist problemlos mit Pizza, Pasta, Tortilla, Kroketten, gegrilltem Hähnchen oder Fisch zurecht. Eine gute Einführung in die kanarische Küche sind papas arrugadas mit Mojo.

Für ein normales Hauptgericht kann man in einfachen bis mittleren Restaurants ungefähr 10 bis 18 Euro kalkulieren; direkt an touristischen Promenaden und in gehobenen Restaurants wird es teurer. Ferienwohnungen reduzieren die Kosten deutlich: Mercadona, HiperDino, Lidl und Aldi sind auf der Insel weit verbreitet.

Mietwagen oder Bus mit Kindern?

Wer hauptsächlich in Costa Adeje oder Los Cristianos bleibt, braucht nicht zwingend einen Mietwagen. Viele Wege funktionieren zu Fuß und das Busnetz von TITSA verbindet die großen Ferienorte mit Santa Cruz, Puerto de la Cruz und weiteren Teilen der Insel.

Für Familien, die Teide, Anaga, abgelegenere Strände und kleinere Orte besuchen möchten, ist ein Auto jedoch deutlich bequemer. Mit Kinderwagen, Strandtaschen und mehreren Kindern spart man damit viel Zeit. Kindersitze sollte man direkt bei der Buchung reservieren und deren Kosten in den Mietpreis einrechnen.

Beste Reisezeit für einen Familienurlaub auf Teneriffa

Teneriffa kann ganzjährig bereist werden. Im Sommer ist das Wetter besonders stabil, allerdings fallen Juli und August in die europäischen Schulferien und sind entsprechend gefragt. Auch Weihnachten, Neujahr und einige Winterferien gehören zu den beliebten Reisezeiten.

Wer noch nicht an Schulferien gebunden ist, findet Mai, Juni, September und Oktober besonders angenehm. Es ist warm, Baden ist gut möglich und Unterkünfte können außerhalb der Hauptferien günstiger sein. Im Winter bietet vor allem der Süden viele sonnige Tage, während es im Norden häufiger bewölkt oder regnerisch sein kann.

Praktische Tipps für Teneriffa mit kleinen Kindern

Fazit: Welche Region Teneriffas ist für Familien am besten?

Für den klassischen Familienurlaub auf Teneriffa ist Costa Adeje meist die einfachste Wahl: gutes Wetter, familienfreundliche Strände, große Auswahl an Unterkünften und der Siam Park praktisch vor der Haustür. Los Cristianos ist besonders interessant, wenn kurze Wege, Apartments und ein großer Sandstrand wichtiger sind als ein Resort-Urlaub.

Puerto de la Cruz passt dagegen zu Familien, die eine grünere Umgebung, den Loro Parque und Ausflüge in den Norden bevorzugen. Wer zehn bis vierzehn Tage Zeit hat, kann sogar einige Nächte im Süden mit einem Aufenthalt im Norden kombinieren.

Gerade diese Vielfalt macht Teneriffa mit Kindern interessant: Man muss sich nicht zwischen Badeurlaub und Aktivurlaub entscheiden. Strand, Vulkanlandschaften, Tier- und Wasserparks sowie kleine kanarische Orte lassen sich auf einer einzigen Reise miteinander verbinden – und das funktioniert mit kleinen Kindern ebenso wie mit Teenagern.

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