Teneriffa Reiseführer

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Familienfreundliche Strände auf Teneriffa: die besten Strände mit Kindern

Teneriffa ist für einen Familienurlaub besonders vielseitig: Im Süden liegen gut erschlossene Sandstrände mit Promenaden, Restaurants und kurzen Wegen, während Las Teresitas bei Santa Cruz mit viel Platz und geschütztem Wasser punktet. Doch nicht jeder schöne Strand der Insel ist automatisch für kleine Kinder geeignet. An offenen Küstenabschnitten können Atlantikwellen und Strömungen deutlich stärker sein, als es vom Ufer zunächst aussieht.

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte deshalb auf geschützte Badebereiche, Rettungsschwimmer, einen unkomplizierten Zugang und eine gute Infrastruktur achten. Hier findest du eine Auswahl der besten familienfreundlichen Strände auf Teneriffa – mit konkreten Hinweisen dazu, welcher Strand für welche Familie besonders geeignet ist.

Was macht einen Strand auf Teneriffa familienfreundlich?

Für Familien mit Kleinkindern ist ein möglichst ruhiger Einstieg ins Wasser wichtiger als spektakuläre Landschaft. Wellenbrecher können dabei einen erheblichen Unterschied machen. Ebenso praktisch sind Toiletten, Duschen oder Fußduschen, Restaurants in Laufnähe und ein Parkplatz beziehungsweise eine Bushaltestelle, die nicht erst nach einem langen Fußweg erreicht wird.

Playa de Las Teresitas – einer der besten Strände mit kleinen Kindern

Die Playa de Las Teresitas bei San Andrés ist die klassische Familienadresse im Raum Santa Cruz de Tenerife. Der rund 1,3 Kilometer lange Strand besitzt goldfarbenen Sand und wird durch einen Wellenbrecher vor einem großen Teil des direkten Atlantikwellengangs geschützt. Das Wasser ist deshalb häufig deutlich ruhiger als an vielen natürlichen Stränden der Nord- und Nordostküste.

Goldener Sandstrand Playa de Las Teresitas bei San Andrés mit ruhigem Wasser

Für Familien ist vor allem die Kombination aus viel Platz und Infrastruktur interessant. Es gibt Toiletten, Duschen beziehungsweise Fußduschen, Zugangsstege, Rettungsdienst sowie die Möglichkeit, Liegen und Sonnenschirme zu mieten. Der große Parkplatz ist kostenlos. Von Santa Cruz fährt außerdem die TITSA-Linie 910 über San Andrés bis zum Strand.

Las Teresitas ist auch für Familien mit eingeschränkter Mobilität interessant. Es gibt barrierefreie Einrichtungen und einen betreuten Badeservice. Wer am Wochenende oder während der Sommerferien kommt, sollte möglichst am Vormittag anreisen, denn der Strand ist auch bei Einheimischen ausgesprochen beliebt.

Playa del Duque – komfortabler Familienstrand in Costa Adeje

Wer im Süden Teneriffas wohnt und einen gepflegten Strand mit hochwertiger touristischer Infrastruktur sucht, findet mit der Playa del Duque in Costa Adeje eine der komfortabelsten Möglichkeiten. Direkt hinter dem Strand verläuft die Promenade mit Restaurants, Cafés, Geschäften und Hotels. Das macht Playa del Duque besonders praktisch, wenn man nicht den gesamten Tagesbedarf für die Familie mitnehmen möchte.

Zugang zur Playa El Duque Sur in Costa Adeje mit Palmen und Blick zum Meer

Im Vergleich zu Fañabé wirkt El Duque meist etwas eleganter und ruhiger. Die Umgebung gehört zu den gehobeneren Feriengebieten von Costa Adeje, weshalb Restaurants und andere Angebote teilweise teurer sind als in weniger touristischen Orten der Insel. Für ein Mittagessen in einem Restaurant an der Promenade sollte eine Familie je nach Auswahl eher mit touristischem Preisniveau rechnen.

Der Strand eignet sich besonders für Familien, die Komfort, kurze Wege und eine gepflegte Umgebung höher bewerten als möglichst niedrige Preise. Bei starkem Wellengang gelten selbstverständlich auch hier die aktuellen Strandflaggen.

Playa de Fañabé – Restaurants und Unterhaltung direkt am Strand

Die Playa de Fañabé gehört zu den bekanntesten Familienstränden von Costa Adeje. Sie ist größer und lebhafter als El Duque und bietet eine besonders umfangreiche touristische Infrastruktur. Hinter dem Strand liegen zahlreiche Cafés, Restaurants, Geschäfte und Anbieter von Freizeitaktivitäten.

Playa de Fañabé in Costa Adeje mit Strandliegen und Einrichtungen am Sandstrand

Fañabé eignet sich gut für Familien, die einen kompletten Urlaubstag am Strand verbringen möchten. Getränke, Eis oder Mittagessen bekommt man direkt an der Promenade, sodass eine Rückfahrt zur Unterkunft normalerweise nicht notwendig ist. Auch für ältere Kinder und Jugendliche ist die Gegend interessanter als ein völlig ruhiger Naturstrand.

Der Nachteil ist die entsprechend hohe Besucherzahl. Während der Ferien und an sonnigen Wochenenden kann es voll werden. Wer mit kleinen Kindern einen Platz möglichst nah am Wasser möchte, kommt besser am Vormittag.

Playa de Torviscas – direkt neben Fañabé

Die Playa de Torviscas liegt unmittelbar neben Fañabé. Beide Strände sind über die Promenade miteinander verbunden, sodass man beim Spaziergang kaum bemerkt, dass man von einem Strand zum anderen wechselt.

Dunkler Sandstrand Playa de Torviscas in Costa Adeje mit Badegästen am Meer

Durch die geschützte Lage ist Torviscas eine gute Wahl für einen klassischen Strandtag mit Kindern. Restaurants, Geschäfte und touristische Dienstleistungen befinden sich in unmittelbarer Umgebung. Wer mit Kinderwagen unterwegs ist oder zwischendurch schnell etwas kaufen möchte, profitiert von der vollständig erschlossenen Umgebung.

Fañabé oder Torviscas? Für Familien ist der Unterschied in der Praxis nicht besonders groß. Statt sich vorher strikt für einen der beiden Strände zu entscheiden, kann man vor Ort schauen, welcher Abschnitt weniger voll ist und wo die Badebedingungen an diesem Tag angenehmer sind.

Playa del Camisón – übersichtlich und geschützt

Die Playa del Camisón liegt zwischen Playa de las Américas und Los Cristianos und ist besonders für Familien interessant, die einen kleineren, übersichtlichen Strand bevorzugen. Wellenbrecher schützen die Bucht, sodass das Wasser bei normalen Wetterbedingungen häufig vergleichsweise ruhig ist.

Heller Sand an der Playa del Camisón mit Liegen, Sonnenschirmen und ruhigem Meer

Gerade mit jüngeren Kindern ist die kompakte Größe angenehm: Der Strand lässt sich leichter überblicken als die langen Strandabschnitte von Costa Adeje. Gleichzeitig muss man nicht auf touristische Infrastruktur verzichten. Die Promenade verbindet Camisón mit den benachbarten Ferienorten und bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Essen und Einkaufen.

Wer zwischen Camisón und Fañabé wählen möchte, kann sich an einer einfachen Regel orientieren: Camisón ist kompakter und übersichtlicher, Fañabé größer und lebhafter.

Playa de la Arena – schwarzer Vulkansand bei Puerto de Santiago

Familien müssen sich auf Teneriffa nicht auf helle Sandstrände beschränken. Die Playa de la Arena in Puerto de Santiago, südlich von Los Gigantes, bietet schwarzen Vulkansand und eine gut erschlossene Umgebung mit Restaurants und Geschäften.

Der dunkle Sand macht den Strand landschaftlich besonders interessant, bringt aber einen praktischen Nachteil mit sich: In intensiver Sonne kann schwarzer Vulkansand sehr heiß werden. Für Kinder sind Badeschuhe deshalb an heißen Tagen sinnvoll.

Im Vergleich zu den stark geschützten Buchten von Camisón oder Las Teresitas sollte man hier noch genauer auf Wellen, Strömungen und die jeweilige Strandflagge achten. Bei guten Bedingungen ist Playa de la Arena eine attraktive Wahl für Familien, die den typisch vulkanischen Charakter Teneriffas erleben möchten.

Playa de El Médano – viel Platz und natürliche Atmosphäre

El Médano bietet ein völlig anderes Erlebnis als die Ferienstrände von Costa Adeje. Der Ort besitzt lange Sandflächen, eine entspannte Atmosphäre und einen eindrucksvollen Blick in Richtung Montaña Roja. Familien mit größeren Kindern schätzen vor allem den Platz und das weniger resortartige Umfeld.

Sandstrand von El Médano mit Meer und Montaña Roja im Süden Teneriffas

Allerdings sollte El Médano nicht pauschal als idealer Kleinkinderstrand bezeichnet werden. Die Gegend ist für ihren Wind bekannt und gerade deshalb bei Wind- und Kitesurfern beliebt. Je nach Wetter können Wind, verwehender Sand und unruhigeres Wasser einen Strandtag mit sehr kleinen Kindern weniger angenehm machen.

Die Gemeinde Granadilla de Abona unterhält an ihrer Küste ganzjährig einen Rettungs- und Wasserrettungsdienst, der während der Sommersaison verstärkt wird. Für Familien mit größeren Kindern, die einen natürlichen Strand, viel Bewegungsfreiheit und eine lebendige Ortsatmosphäre suchen, bleibt El Médano eine hervorragende Alternative.

Welcher Familienstrand ist der beste?

Es gibt keinen einzelnen Strand, der für jede Familie optimal ist. Alter der Kinder, Unterkunft und gewünschte Infrastruktur spielen eine wichtige Rolle.

Was kostet ein Strandtag mit der Familie?

Die öffentlichen Strände selbst können kostenlos besucht werden. Zusätzliche Kosten entstehen vor allem für Liegen und Sonnenschirme, Parkhäuser an manchen Urlaubsorten, Essen, Getränke und Wassersport. Wer in Costa Adeje direkt an der Promenade essen möchte, sollte für zwei Erwachsene und zwei Kinder je nach Restaurant und Bestellung grob 50 bis 90 Euro für eine Mahlzeit mit Getränken kalkulieren. Mit Snacks aus dem Supermarkt oder einem Picknick lässt sich ein Strandtag erheblich günstiger gestalten.

Bei Mietliegen und Sonnenschirmen ändern sich Preise und Betreiber, weshalb es sinnvoller ist, die aktuellen Preise direkt am jeweiligen Strand zu prüfen. Wer häufig ans Meer fährt, spart mit eigenem Sonnenschirm – dieser muss wegen des auf Teneriffa teilweise kräftigen Windes allerdings gut befestigt werden.

Sicherheit am Strand mit Kindern

Auch ein als familienfreundlich geltender Strand kann an einzelnen Tagen schwierige Badebedingungen haben. Deshalb ist die aktuelle Flagge wichtiger als die allgemeine Beschreibung eines Strandes. Bei Grün sind die Bedingungen grundsätzlich zum Baden geeignet, Gelb bedeutet erhöhte Vorsicht und bei Rot sollte nicht ins Wasser gegangen werden. Hinweise der Rettungsschwimmer sind immer zu beachten.

Ebenso wichtig ist die Sonne. Die UV-Strahlung auf den Kanaren kann auch bei Wolken intensiv sein. Für Kinder gehören hoher Sonnenschutz, Kopfbedeckung, ausreichend Trinkwasser und regelmäßige Pausen im Schatten zur Grundausstattung. Schwarzer Sand – insbesondere an Playa de la Arena – kann sich zusätzlich stark aufheizen.

Praktische Tipps für einen entspannten Strandtag

Fazit: Teneriffa bietet Familien Strände für fast jeden Urlaubstyp

Die Auswahl an familienfreundlichen Stränden auf Teneriffa reicht von der großzügigen Playa de Las Teresitas bei Santa Cruz bis zu den hervorragend erschlossenen Ferienstränden von Costa Adeje. Familien mit kleinen Kindern profitieren besonders von geschützten Buchten wie Las Teresitas und Camisón. Wer Restaurants, Geschäfte und Unterhaltung direkt am Strand möchte, ist in Fañabé und Torviscas gut aufgehoben, während El Duque mehr Wert auf Komfort und ein ruhigeres Ambiente legt.

Playa de la Arena bietet mit schwarzem Vulkansand ein typisch kanarisches Erlebnis, während El Médano Familien mit größeren Kindern viel Platz und eine natürlichere Atmosphäre bietet. Am Ende entscheidet jedoch nicht nur der Name des Strandes: Wind, Wellen und Strandflagge am jeweiligen Tag sollten bei der Auswahl immer berücksichtigt werden. Wer das tut, findet auf Teneriffa zu fast jeder Jahreszeit einen passenden Strand für einen entspannten Tag mit der ganzen Familie.

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