Teneriffa entdecken: Die schönsten Highlights der Insel
Teneriffa lässt sich kaum auf Sonne, Strand und den Teide reduzieren. Innerhalb eines einzigen Tages kannst du morgens durch feuchten Lorbeerwald wandern, mittags durch eine historische Altstadt spazieren und am Abend an einer trockenen, fast wüstenartigen Küste den Sonnenuntergang erleben. Genau diese Unterschiede machen die größte Kanareninsel so interessant.
Wer Teneriffa zum ersten Mal besucht, sollte allerdings nicht versuchen, möglichst viele Sehenswürdigkeiten auf einer einzigen Rundfahrt abzuhaken. Die Entfernungen auf der Karte wirken klein, doch kurvige Bergstraßen, Höhenunterschiede und völlig unterschiedliche Landschaften machen einzelne Regionen zu eigenen Tageszielen.
Zu den wichtigsten Highlights gehören der Teide-Nationalpark, das Anaga-Gebirge, La Laguna, Masca und das Teno-Gebirge, die Klippen von Los Gigantes sowie die Strände im Süden und Norden. Daneben lohnen sich Orte wie Garachico, La Orotava und Santa Cruz, wenn du mehr von Teneriffa sehen möchtest als die klassischen Ferienorte.
Teide-Nationalpark: Teneriffas spektakuläre Vulkanlandschaft
Der Teide ist das Wahrzeichen Teneriffas und mit 3.718 Metern der höchste Berg Spaniens. Trotzdem wäre es schade, den Besuch nur auf eine Fahrt mit der Seilbahn zu reduzieren. Schon die Fahrt durch den Nationalpark gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen der Insel.
Von der Südküste führt beispielsweise die TF-21 über Vilaflor hinauf. Wer aus Puerto de la Cruz oder La Orotava kommt, erlebt auf derselben Straße eine völlig andere Strecke: Zunächst geht es durch kanarische Kiefernwälder, anschließend öffnet sich die Landschaft zur riesigen Caldera Las Cañadas.
Einer der besten Stopps für einen ersten Besuch sind die Roques de García gegenüber dem Parador de Las Cañadas del Teide. Die markanten Felsformationen lassen sich auf einer Rundwanderung aus nächster Nähe erleben. Wer nicht wandern möchte, bekommt bereits von den Aussichtspunkten am Parkplatz einen hervorragenden Eindruck der Vulkanlandschaft.
Weitere interessante Stopps sind die Minas de San José mit ihren hellen Bimssteinflächen sowie verschiedene Miradores entlang der TF-21.
Seilbahn oder Nationalpark ohne Seilbahn?
Beides lohnt sich, aber aus unterschiedlichen Gründen.
Mit der Teide-Seilbahn erreichst du innerhalb weniger Minuten eine Höhe von rund 3.555 Metern. Die Aussicht ist bei klarer Luft beeindruckend, allerdings können Wind und Wetter den Betrieb kurzfristig beeinflussen. Für die Seilbahn solltest du insbesondere in Ferienzeiten vorher reservieren.
Wer keine Seilbahn fahren möchte, verpasst keineswegs den gesamten Teide. Für Landschaft, Fotostopps und kürzere Wanderungen ist die Caldera selbst mindestens genauso interessant. Ein Mietwagen gibt dir dabei deutlich mehr Freiheit als eine organisierte Bustour.
Für bestimmte kontrollierte Wanderwege im Gipfelbereich gelten Reservierungs- beziehungsweise Zugangsregeln. Diese solltest du vor der Fahrt prüfen und nicht erst am Parkplatz feststellen, dass für deine geplante Route eine Buchung erforderlich ist.
Empfehlung: Plane für den Nationalpark mindestens einen halben Tag ein. Wer Roques de García wandern, mehrere Miradores besuchen und in Ruhe essen möchte, sollte eher einen ganzen Tag reservieren.
Anaga-Gebirge: grünes Teneriffa statt Vulkanwüste
Kaum irgendwo werden die Gegensätze Teneriffas deutlicher als zwischen Teide und Anaga. Rund um den Teide dominieren Lava, Felsen und trockene Hochgebirgslandschaften. Im Nordosten führen Straßen dagegen durch feuchte Lorbeerwälder, steile Täler und kleine Bergdörfer.
Ein guter Einstieg ist die Fahrt von La Laguna über die TF-12 in Richtung Cruz del Carmen. Rund um das Besucherzentrum beginnen mehrere Wanderwege. Für Besucher, die keine lange Tour machen möchten, eignet sich der Sendero de los Sentidos besonders gut.
Danach kannst du weiter über die Höhenstraße fahren. Aussichtspunkte wie der Mirador Pico del Inglés zeigen, wie zerklüftet Anaga tatsächlich ist.
Noch interessanter wird die Region, wenn du die Hauptstraße verlässt und Richtung Küste fährst. Taganana, Almáciga und Benijo vermitteln ein völlig anderes Teneriffa als Costa Adeje oder Los Cristianos.
Benijo, Taganana oder Cruz del Carmen?
Für einen kurzen Ausflug reicht Cruz del Carmen. Dort bekommst du Lorbeerwald und mehrere leicht erreichbare Wege.
Für einen ganzen Tag würde ich dagegen die Kombination aus Höhenstraße, Taganana und der Nordküste wählen. Benijo ist besonders wegen seiner wilden Küstenlandschaft und der vorgelagerten Felsen interessant.
Beim Baden solltest du hier vorsichtiger sein als an vielen Stränden im Süden. Die Nordküste ist dem Atlantik stärker ausgesetzt, und Brandung sowie Strömungen können erheblich sein.
Praktischer Tipp: Anaga ist einer der Orte, an denen ein sonniger Morgen in Santa Cruz wenig über das Wetter in den Bergen aussagt. Eine leichte Jacke gehört selbst dann ins Auto, wenn du an der Küste in Shorts unterwegs bist.
San Cristóbal de La Laguna: die schönste historische Stadt der Insel
Wer zwischen mehreren Naturtagen einen ruhigeren Tag einlegen möchte, sollte San Cristóbal de La Laguna besuchen. Die historische Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden.
Interessant sind vor allem die Straßen rund um Calle San Agustín, Calle Obispo Rey Redondo und Plaza de la Concepción. Statt nur die Kathedrale zu fotografieren und weiterzufahren, lohnt es sich, zwei oder drei Stunden ohne feste Route durch das Zentrum zu laufen.
Historische Innenhöfe, farbige Fassaden, kleine Geschäfte und Cafés machen La Laguna wesentlich angenehmer für einen längeren Spaziergang als viele moderne Ferienorte.
Auch gastronomisch ist die Stadt interessant. Rund um die Altstadt findest du sowohl traditionelle kanarische Lokale als auch moderne Cafés und Restaurants, die stärker auf ein lokales Publikum ausgerichtet sind.
La Laguna oder Santa Cruz?
Wenn du nur eine der beiden Städte besuchen kannst und dich für historische Architektur interessierst, würde ich La Laguna wählen.
Santa Cruz ist größer, moderner und besser zum Einkaufen. La Laguna ist kompakter, historischer und atmosphärischer. Beide Städte lassen sich allerdings problemlos miteinander kombinieren: Mit der Straßenbahn dauert die Fahrt zwischen den Zentren ungefähr 40 Minuten.
Masca und das Teno-Gebirge: spektakulärer Westen Teneriffas
Masca gehört zu den bekanntesten Bergdörfern der Kanaren. Das liegt weniger am Dorf selbst als an seiner außergewöhnlichen Lage zwischen den steilen Felswänden des Teno-Gebirges.
Die klassische Zufahrt führt von Santiago del Teide über die TF-436. Die Straße ist landschaftlich fantastisch, aber eng und kurvenreich. Wer Bergstraßen nicht gewohnt ist, sollte hier besonders vorsichtig fahren.
Für einen normalen Besichtigungsstopp reichen etwa ein bis zwei Stunden. Du kannst durch den kleinen Ortskern laufen, die Landschaft genießen und anschließend weiter Richtung Buenavista del Norte fahren.
Anders sieht es aus, wenn du den Barranco de Masca durchwandern möchtest. Das ist keine spontane Verlängerung eines Dorfbesuchs. Der Zugang zur Schlucht ist reguliert und muss vorab organisiert werden. Für nicht auf Teneriffa ansässige Erwachsene liegt der Zugang inzwischen bei rund 40 Euro, weitere obligatorische Transportkosten können hinzukommen. Plane eine solche Tour deshalb separat.
Masca besuchen oder Barranco de Masca wandern?
Für die meisten Erstbesucher reicht der Besuch des Dorfes zusammen mit einer Fahrt durch Teno vollkommen aus.
Die Schluchtenwanderung lohnt sich vor allem für sportliche Besucher, die einen größeren Teil des Tages dafür reservieren möchten und entsprechend ausgerüstet sind.
Wer lediglich wegen eines Fotos nach Masca fährt, sollte außerdem die Stoßzeiten meiden. Früh am Tag ist das Erlebnis deutlich angenehmer als während der Ankunft zahlreicher Ausflugsbusse.
Los Gigantes: Teneriffa vom Meer aus erleben
Die Acantilados de Los Gigantes gehören zu den spektakulärsten Küstenlandschaften Teneriffas. Die dunklen Felswände steigen stellenweise mehrere Hundert Meter fast senkrecht aus dem Atlantik.
Vom Land bekommst du einen guten Eindruck von ihrer Größe, wirklich eindrucksvoll wirken sie jedoch vom Wasser.
Vom Hafen in Los Gigantes sowie von anderen Häfen an der Südwestküste starten regelmäßig Bootstouren. Je nach Boot, Dauer und Leistungsumfang solltest du für einfache Wal- und Delfintouren grob mit 30 bis 60 Euro pro Person rechnen; längere oder kleinere Touren können darüber liegen.
Die Gewässer vor der Südwestküste sind besonders für die Beobachtung von Grindwalen und Großen Tümmlern bekannt. Wähle möglichst einen Anbieter, der die Regeln für eine respektvolle Beobachtung der Tiere einhält.
Wenn dir kleine Boote nichts ausmachen, sind Touren mit weniger Passagieren häufig angenehmer als große Ausflugsschiffe. Familien, die mehr Platz, Toiletten und einen möglichst ruhigen Ablauf wünschen, können dagegen mit einem größeren Katamaran besser bedient sein.
Garachico: Lava, Geschichte und natürliche Meeresschwimmbecken
Garachico ist einer der Orte, die sich besonders gut in eine Rundfahrt durch den Nordwesten integrieren lassen. Die ehemalige Hafenstadt wurde beim Vulkanausbruch von 1706 schwer getroffen, besitzt heute aber wieder eines der attraktivsten historischen Zentren der Insel.
Bekannt sind vor allem die natürlichen Meeresschwimmbecken El Caletón direkt an der Küste. Bei ruhiger See sind sie ein schöner Ort für eine Badepause. Bei starkem Wellengang können Bereiche dagegen geschlossen werden.
Danach lohnt sich ein Spaziergang rund um die Plaza de la Libertad und durch die angrenzenden Straßen.
Garachico lässt sich gut mit Icod de los Vinos und dem berühmten Drago Milenario verbinden. Wer nicht jeden bekannten Fotostopp sammeln möchte, kann Icod allerdings auch auslassen und stattdessen mehr Zeit in Garachico oder an der Küste verbringen.
La Orotava: kanarische Architektur oberhalb des Orotava-Tals
La Orotava wird bei einer ersten Teneriffa-Reise häufig von Puerto de la Cruz überschattet. Für Architektur und historische Atmosphäre ist die Stadt aber mindestens genauso interessant.
Das Zentrum liegt am Hang, weshalb ein Spaziergang mehr Höhenmeter beinhaltet, als man zunächst erwartet. Zu den bekanntesten Gebäuden gehört die Casa de los Balcones mit ihren traditionellen Holzbalkonen.
Besonders schön sind die Straßen rund um das historische Zentrum und die Jardines Victoria. Von dort öffnen sich an klaren Tagen Ausblicke über das Orotava-Tal.
La Orotava eignet sich hervorragend für zwei bis vier Stunden und lässt sich mit Puerto de la Cruz kombinieren. Für einen Strandtag ist Puerto praktischer; für traditionelle Architektur und ein ruhigeres historisches Zentrum würde ich La Orotava bevorzugen.
Strände: Der Süden und Norden könnten kaum unterschiedlicher sein
Die Frage nach dem „schönsten Strand Teneriffas“ lässt sich kaum sinnvoll beantworten, weil die Küsten sehr verschieden sind.
Im Süden dominieren gut erschlossene Strände mit Promenaden, Restaurants, Liegestühlen und relativ unkomplizierten Bedingungen. Playa de las Vistas zwischen Los Cristianos und Playa de las Américas ist beispielsweise eine gute Wahl für Familien und Besucher, die Infrastruktur direkt am Strand möchten.
Playa del Duque in Costa Adeje wirkt gepflegter und exklusiver. Restaurants und Unterkünfte in der Umgebung sind entsprechend teurer.
Wer einen landschaftlich interessanteren Strand sucht, kann zur Playa de la Tejita bei El Médano fahren. Der Blick auf die Montaña Roja macht den Strand unverwechselbar, allerdings kann es hier deutlich windiger sein.
Im Norden prägt schwarzer Vulkansand viele Strände. Die Playa Jardín in Puerto de la Cruz ist leicht erreichbar, während kleinere Küstenabschnitte außerhalb der Städte oft wilder wirken.
Eine besondere Stellung nimmt Las Teresitas bei Santa Cruz ein. Der lange helle Sandstrand liegt vor den Bergen von Anaga und besitzt durch Wellenbrecher meist ruhigere Badebedingungen als viele natürliche Nordstrände.
Welcher Strand passt zu wem?
Für Familien und komfortables Baden sind Las Vistas und Las Teresitas unkomplizierte Optionen. Für Strandclubs, Restaurants und hochwertige Hotels eignet sich Costa Adeje besser. La Tejita ist interessanter für Natur und Landschaft, während die schwarzen Strände des Nordens das typischere vulkanische Teneriffa zeigen.
Wer mehrere Tage auf der Insel verbringt, sollte deshalb nicht jeden Strandtag am selben Küstenabschnitt verbringen.
Santa Cruz de Tenerife: mehr als eine Durchgangsstation
Viele Urlauber fahren durch Santa Cruz auf dem Weg nach Las Teresitas oder Anaga, ohne die Hauptstadt selbst anzusehen. Das ist schade, insbesondere wenn du Einkaufen, Gastronomie und Stadtleben mit deinem Urlaub verbinden möchtest.
Ein guter Ausgangspunkt ist die Plaza de España. Von dort kannst du zu Fuß durch die Innenstadt bis zum Parque García Sanabria laufen.
Einen Besuch wert ist außerdem der Mercado de Nuestra Señora de África, besonders am Vormittag. Hier findest du Obst, Gemüse, Käse, Fleisch, Fisch und verschiedene kleine gastronomische Angebote.
Direkt am Meer steht mit dem Auditorio de Tenerife Adán Martín das bekannteste moderne Gebäude der Stadt.
Santa Cruz würde ich nicht anstelle von Teide oder Anaga einplanen. Als halbtägiger Stadtbesuch oder in Kombination mit Las Teresitas funktioniert die Hauptstadt dagegen hervorragend.
Las Teresitas und San Andrés: Stadt und Strand kombinieren
Nur wenige Kilometer von Santa Cruz entfernt liegt Playa de Las Teresitas. Durch den hellen Sand und die Palmen unterscheidet sie sich deutlich von vielen natürlichen Vulkanstränden Teneriffas.
Statt nach dem Baden direkt zurückzufahren, kannst du anschließend im angrenzenden San Andrés essen gehen. Der Ort ist für Fischrestaurants bekannt und wirkt trotz seiner unmittelbaren Nähe zur Hauptstadt wesentlich kleiner.
Wer noch weiterfahren möchte, gelangt von hier über die kurvenreiche Straße hinauf nach Anaga. Santa Cruz, Las Teresitas und ein kompletter Anaga-Ausflug an einem Tag sind allerdings bereits ein ambitioniertes Programm. Besser ist es, Anaga einen eigenen Tag zu geben.
El Médano und Montaña Roja: eine andere Seite des Südens
El Médano unterscheidet sich deutlich von Playa de las Américas und Costa Adeje. Der Ort ist niedriger bebaut, lockerer und stark von Wind- und Wassersport geprägt.
Direkt daneben erhebt sich die Montaña Roja. Die Landschaft rund um den roten Vulkankegel und La Tejita eignet sich hervorragend für einen Spaziergang.
El Médano ist eine gute Alternative für Besucher, denen die großen Ferienzentren im Südwesten zu touristisch erscheinen. Wer dagegen möglichst viele Resorts, Shoppingmöglichkeiten und organisierte Freizeitangebote in Laufnähe möchte, ist in Costa Adeje besser aufgehoben.
Puerto de la Cruz: der klassische Urlaubsort im grünen Norden
Puerto de la Cruz verbindet touristische Infrastruktur mit der Atmosphäre einer gewachsenen kanarischen Stadt. Das unterscheidet den Ort deutlich von vielen Feriengebieten im Süden.
Rund um die Plaza del Charco und den kleinen Fischerhafen lässt sich gut spazieren. Entlang der Küste liegen außerdem die von César Manrique gestalteten Meerwasseranlagen des Lago Martiánez.
Eine der bekanntesten Attraktionen Teneriffas befindet sich ebenfalls hier: der Loro Parque. Für einen Besuch solltest du praktisch einen ganzen Tag reservieren. Wer nur zwei oder drei Tage auf Teneriffa hat und vor allem Landschaft sehen möchte, würde diesen Tag meiner Meinung nach besser für Teide oder Anaga verwenden. Bei einer Woche oder einem Familienurlaub lässt sich der Park wesentlich leichter ins Programm integrieren.
Puerto de la Cruz oder Costa Adeje?
Puerto de la Cruz eignet sich besser, wenn du grünere Landschaften, historische Orte und den Norden erkunden möchtest.
Costa Adeje bietet mehr Sonnensicherheit, moderne Resorts und einfachen Zugang zu vielen Stränden des Südens.
Die Wahl der Unterkunft beeinflusst deshalb erheblich, welche Seite Teneriffas du im Alltag erleben wirst.
Punta de Teno: spektakulärer Abschluss im äußersten Westen
Am nordwestlichen Ende Teneriffas liegt Punta de Teno mit Leuchtturm, schroffer Vulkanlandschaft und Blick auf die Klippen des Teno-Massivs.
Die Zufahrt für Privatfahrzeuge ist zeitweise beziehungsweise je nach geltender Verkehrsregelung eingeschränkt. Von Buenavista del Norte gibt es eine Busverbindung, die für Besucher häufig die praktischere Lösung ist.
Punta de Teno lässt sich besonders gut mit Garachico oder Buenavista kombinieren. Mit Masca am selben Tag ist die Runde ebenfalls möglich, wird aber schnell lang – insbesondere wenn du häufig anhältst.
Gerade im Westen Teneriffas lohnt es sich, weniger Programmpunkte einzuplanen und dafür Zeit für spontane Aussichtspunkte zu lassen.
Wie viele Tage braucht man, um Teneriffa zu entdecken?
Für die wichtigsten Highlights würde ich mindestens sieben Tage empfehlen.
Bei drei bis vier Tagen solltest du auswählen: Teide, Anaga mit La Laguna und eine Küstenregion ergeben bereits einen sehr guten ersten Eindruck.
Bei einer Woche kannst du zusätzlich Teno und Masca, Garachico, La Orotava sowie einen Strand- oder Bootstag einplanen.
Mit zehn bis vierzehn Tagen wird Teneriffa wesentlich entspannter. Dann bleibt auch Zeit für kleinere Orte und Wanderungen, statt jeden Tag mehrere Regionen miteinander zu kombinieren.
Ein sinnvoller Rhythmus für eine Woche wäre beispielsweise:
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Tag 1: Teide-Nationalpark und Roques de García
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Tag 2: Anaga, Taganana und Benijo
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Tag 3: La Laguna und Santa Cruz
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Tag 4: Strandtag im Süden oder bei Las Teresitas
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Tag 5: Masca, Teno und Los Gigantes
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Tag 6: Garachico, La Orotava oder Puerto de la Cruz
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Tag 7: Whale Watching, El Médano oder ein zweiter Wandertag
So siehst du wesentlich mehr von der tatsächlichen Vielfalt der Insel als bei sieben Tagen ausschließlich in einem Ferienort.
Mietwagen oder Bus: Wie erkundet man Teneriffa am besten?
Für eine klassische Entdeckungsreise ist ein Mietwagen meistens die praktischste Lösung. Vor allem Teide, Teno und abgelegenere Aussichtspunkte lassen sich damit flexibler kombinieren.
Ein Kleinwagen kostet je nach Saison und Buchungszeitraum häufig ungefähr 25 bis 50 Euro pro Tag, in stark nachgefragten Ferienperioden auch mehr. Bei der Buchung solltest du nicht nur auf den niedrigsten Tagespreis achten, sondern insbesondere auf Versicherung, Selbstbeteiligung und Tankregelung.
Ohne Auto ist Teneriffa trotzdem gut bereisbar. Das Busnetz von TITSA verbindet die größeren Städte und Ferienorte und erreicht auch zahlreiche touristisch interessante Ziele.
Für Santa Cruz, La Laguna, Puerto de la Cruz, Los Cristianos oder Costa Adeje brauchst du keinen Mietwagen. Bei einer Route mit mehreren abgelegenen Miradores und Bergdörfern kostet der öffentliche Verkehr dagegen deutlich mehr Zeit.
Eine gute Zwischenlösung besteht darin, für einen längeren Aufenthalt nicht während des gesamten Urlaubs ein Auto zu mieten, sondern nur für zwei oder drei intensive Ausflugstage.
Welche Teneriffa-Highlights sollte man beim ersten Urlaub nicht verpassen?
Wenn du zum ersten Mal auf Teneriffa bist und nur eine begrenzte Anzahl von Ausflügen machen kannst, würde ich vier Erlebnisse priorisieren.
Teide zeigt dir die vulkanische Entstehung der Insel. Anaga bildet mit seinen grünen Lorbeerwäldern den stärksten landschaftlichen Kontrast dazu. La Laguna vermittelt einen Eindruck vom historischen Teneriffa. Und Teno mit Masca oder Los Gigantes zeigt die dramatische Westküste.
Erst danach würde ich weitere Attraktionen nach persönlichen Interessen auswählen.
Strandurlauber können mehr Zeit zwischen Costa Adeje, El Médano und Las Teresitas verbringen. Wanderer sollten zusätzliche Tage für Anaga, Teno und die Höhenlagen einplanen. Familien werden eher Puerto de la Cruz, Loro Parque und gut erschlossene Strände ergänzen.
Fazit: Teneriffa entdeckt man am besten in Regionen
Die größte Stärke Teneriffas ist nicht eine einzelne Sehenswürdigkeit, sondern der schnelle Wechsel zwischen völlig unterschiedlichen Landschaften. Teide, Anaga, Teno und die Küsten könnten fast zu verschiedenen Inseln gehören.
Deshalb lohnt es sich, Teneriffa nicht als Sammlung einzelner Fotostopps zu planen. Reserviere einen Tag für den Teide, einen weiteren für Anaga und kombiniere anschließend Orte, die geografisch zusammenpassen: La Laguna mit Santa Cruz, Garachico mit La Orotava oder Masca mit dem Westen.
Wer nur zwischen Flughafen, Hotel und Strand pendelt, bekommt zwar einen angenehmen Kanarenurlaub. Wer dagegen über die Ferienorte hinausfährt, entdeckt das Teneriffa, wegen dem viele Besucher ein zweites, drittes oder zehntes Mal zurückkommen.





