Aussichtspunkte auf Teneriffa: Die schönsten Miradores der Insel
Teneriffa erlebt man am besten nicht nur am Strand oder auf einer Wanderung, sondern auch von oben. Durch die enormen Höhenunterschiede der Insel liegen zwischen Atlantikküste, grünen Tälern, Lorbeerwald und vulkanischem Hochland oft nur wenige Kilometer. Entsprechend unterschiedlich sind die Aussichtspunkte, die auf Teneriffa „Miradores“ genannt werden.
Einige erreicht man direkt mit dem Auto und bleibt vielleicht nur zehn Minuten. Andere lassen sich hervorragend mit einer Wanderung, einem Restaurantbesuch oder einer Fahrt durch das Anaga- oder Teno-Gebirge verbinden. Und nicht jeder bekannte Mirador ist zu jeder Tageszeit gleich interessant: Während Chipeque besonders bei einer Wolkendecke über dem Norden spektakulär ist, lohnt sich Archipenque bei Los Gigantes vor allem am späten Nachmittag und zum Sonnenuntergang.
Hier findest du eine Auswahl der schönsten Aussichtspunkte auf Teneriffa – mit praktischen Hinweisen dazu, welche Miradores sich wirklich lohnen und wie du sie sinnvoll in deine Route einbaust.
Mirador de La Paz – Puerto de la Cruz von oben
Der Mirador de La Paz ist kein abgelegener Aussichtspunkt in den Bergen, sondern liegt mitten im gleichnamigen Stadtviertel oberhalb des Zentrums von Puerto de la Cruz. Genau das macht ihn interessant: Man braucht dafür keinen eigenen Ausflug einzuplanen.
Von der erhöhten Lage blickt man auf die Küste von Puerto de la Cruz und über Teile der Stadt. Besonders angenehm ist die Kombination aus Aussichtspunkt und anschließendem Spaziergang. Von La Paz kann man beispielsweise Richtung Jardín Botánico gehen oder über die Treppen und Straßen hinunter ins Zentrum von Puerto de la Cruz laufen.
Wer ohnehin im Norden Teneriffas wohnt, kann den Mirador gut am späten Nachmittag besuchen. Für einen Sonnenuntergang ist die Lage attraktiver als mitten am Tag, wenn das Licht häufig härter ist.
Lohnt sich besonders für: Besucher von Puerto de la Cruz, die ohne lange Autofahrt einen schönen Küstenblick suchen.
Weniger geeignet für: Reisende, die einen spektakulären Hochgebirgs-Mirador erwarten. Dafür sind Chipeque oder die Aussichtspunkte im Anaga-Gebirge wesentlich eindrucksvoller.
Mirador de Humboldt – der klassische Blick über das Orotava-Tal
Der Mirador de Humboldt gehört zu den bekanntesten Aussichtspunkten im Norden Teneriffas. Er liegt oberhalb des Orotava-Tals und bietet bei guter Sicht genau jene Landschaft, für die der grüne Norden der Insel bekannt ist: dicht bebaute Hänge, Bananenplantagen und andere landwirtschaftliche Flächen, den Atlantik und darüber die Berglandschaft Teneriffas.
Bei klarer Atmosphäre erscheint im Hintergrund der Teide und verändert die gesamte Aussicht. Gerade dieser Kontrast zwischen grüner Küstenregion und dem mehr als 3.700 Meter hohen Vulkan macht den Standort interessant.
Der Mirador lässt sich sehr gut mit La Orotava kombinieren. Wer aus Puerto de la Cruz kommt, kann beispielsweise zuerst das historische Zentrum von La Orotava besuchen und anschließend zum Aussichtspunkt fahren.
Für einen kurzen Fotostopp reichen etwa 15 bis 30 Minuten. Bei Wolken oder Calima kann die Fernsicht allerdings deutlich schlechter sein.
Humboldt oder Chipeque?
Beide Aussichtspunkte zeigen das Orotava-Tal aus völlig unterschiedlichen Perspektiven.
Der Humboldt-Mirador liegt wesentlich tiefer und vermittelt einen guten Eindruck von der dicht besiedelten und grünen Nordseite Teneriffas. Chipeque liegt dagegen hoch über dem Tal. Dort sieht man bei entsprechender Wetterlage nicht die Orte unter sich, sondern ein geschlossenes Wolkenmeer mit dem Teide darüber.
Wenn du nur einen der beiden besuchen kannst und möglichst dramatische Landschaft suchst, ist Chipeque die bessere Wahl. Für einen Ausflug rund um La Orotava ist Humboldt dagegen deutlich praktischer.
Mirador de Jardina – der erste große Ausblick auf dem Weg nach Anaga
Wer von La Laguna über die TF-12 in das Anaga-Gebirge fährt, erreicht relativ früh den Mirador de Jardina. Der Aussichtspunkt eignet sich hervorragend als erster Halt einer Anaga-Rundfahrt.
Der Blick geht zurück über La Laguna und die umliegenden landwirtschaftlich genutzten Gebiete. Bei klarer Sicht steht der Teide weit im Hintergrund. Dadurch bekommt man hier einen guten Eindruck davon, wie schnell sich die Landschaft verändert: Hinter einem liegt die dicht besiedelte Ebene von La Laguna, während wenige Kilometer weiter bereits der feuchte Lorbeerwald beginnt.
Jardina ist leicht erreichbar und besitzt einen Parkplatz. Gerade deshalb kann es tagsüber voll werden. Meist wechseln die Besucher jedoch schnell, weil viele nur wenige Minuten für Fotos bleiben.
Für eine Anaga-Tour bietet sich folgende Reihenfolge an:
La Laguna → Mirador de Jardina → Cruz del Carmen → Pico del Inglés → weitere Fahrt Richtung Taganana oder Benijo.
So wird Jardina nicht zu einem eigenen Ausflugsziel, sondern zu einem sinnvollen Bestandteil einer der schönsten Panoramastraßen Teneriffas.
Cruz del Carmen – Aussicht und Lorbeerwald kombinieren
Nur wenige Kilometer weiter liegt Cruz del Carmen, einer der praktischsten Stopps im Anaga-Gebirge. Hier geht es weniger darum, fünf Minuten aus dem Auto zu steigen und wieder weiterzufahren. Rund um den Mirador beginnen mehrere Wege durch den Lorbeerwald, außerdem befindet sich hier das Besucherzentrum des Parque Rural de Anaga.
Vom Aussichtspunkt reicht der Blick über die Vega Lagunera in Richtung La Laguna; bei guten Bedingungen ist dahinter der Teide zu erkennen.
Der eigentliche Vorteil von Cruz del Carmen ist jedoch die Umgebung. Schon ein kurzer Spaziergang vermittelt einen Eindruck des feuchten Laurisilva-Waldes, der große Teile der höheren Anaga-Region prägt.
Wer nur wenig Zeit hat, sollte etwa 30 bis 60 Minuten einplanen. Wanderer können natürlich wesentlich länger bleiben.
An Wochenenden ist die Parkplatzsituation einer der Nachteile. Vor allem am späten Vormittag kann es deutlich voller werden als am Mirador de Jardina.
Mirador de Pico del Inglés – einer der besten Aussichtspunkte im Anaga-Gebirge
Pico del Inglés gehört zu den Miradores, die einen kleinen Umweg wert sind. Der Aussichtspunkt liegt hoch im Anaga-Massiv und eröffnet ein außergewöhnlich weites Panorama über den Nordosten Teneriffas.
Bei klarer Sicht erkennt man unter anderem die zerklüfteten Berge von Anaga, tiefe Barrancos, Teile von Santa Cruz und La Laguna sowie in der Ferne den Teide. Besonders interessant ist der Blick in Richtung des Barranco de Tahodio und auf die Bergketten des Anaga-Massivs.
Die Bedingungen können sich hier innerhalb kurzer Zeit verändern. Gerade die Höhenlagen von Anaga liegen häufig in Wolken. Dann verschwindet die Fernsicht manchmal vollständig.
Das muss allerdings kein Grund sein, sofort weiterzufahren. Nebel zwischen Lorbeerwald und Felsen erzeugt eine völlig andere Atmosphäre als ein sonniger Tag.
Pico del Inglés oder Jardina?
Jardina ist einfacher erreichbar und bietet den schöneren Blick auf La Laguna und den Teide.
Pico del Inglés wirkt deutlich wilder und vermittelt einen besseren Eindruck von der Berglandschaft Anagas.
Wer eine vollständige Anaga-Tour macht, sollte deshalb beide besuchen. Sie liegen nah genug beieinander und zeigen trotzdem zwei völlig unterschiedliche Landschaften.
Mirador de Chipeque – Teide über dem Wolkenmeer
Wenn man nur wenige Aussichtspunkte auf Teneriffa auswählen möchte, gehört Chipeque zu den stärksten Kandidaten.
Der offizielle Name lautet Mirador de Cumbres del Norte beziehungsweise Mirador de Chipeque. Er liegt hoch über dem Orotava-Tal an der Bergstraße durch die Corona Forestal.
Das berühmteste Panorama entsteht, wenn die Passatwolken über dem Norden Teneriffas hängen. Von der Küste aus wirkt der Tag dann möglicherweise grau und wenig vielversprechend. Fährt man jedoch hinauf, kann man plötzlich oberhalb der Wolkendecke stehen.
Vor einem liegt ein weißes Wolkenmeer, darüber erhebt sich der Teide. Bei entsprechenden Bedingungen sind außerdem Teile des Teno-Gebirges und in großer Entfernung sogar andere Kanareninseln zu erkennen.
Genau deshalb sollte man Chipeque nicht ausschließlich nach der Wetterlage am Strand beurteilen. Bewölkung in Puerto de la Cruz oder La Orotava kann für diesen Mirador sogar ideal sein.
Wann nach Chipeque?
Am späten Nachmittag und rund um den Sonnenuntergang ist die Stimmung besonders schön. Gleichzeitig ist das die beliebteste Zeit, sodass Parkmöglichkeiten knapp werden können.
Nach Sonnenuntergang sinken die Temperaturen in dieser Höhenlage schnell. Selbst wenn an der Küste noch 25 °C herrschen, kann es hier deutlich kühler und windiger sein.
Chipeque lässt sich gut mit einer Fahrt Richtung El Teide verbinden. Wer allerdings ausschließlich zum Sonnenuntergang kommt, sollte anschließend vorsichtig fahren: Die Bergstraßen sind dunkel, kurvig und teilweise von Wald umgeben.
Mirador de Archipenque – der beste klassische Blick auf Los Gigantes
Wer nach einem „Mirador de Los Gigantes“ sucht, meint häufig den Mirador de Archipenque oberhalb von Puerto de Santiago.
Von hier sieht man die berühmten Steilwände von Los Gigantes besonders gut. Die Felsen steigen unmittelbar aus dem Atlantik auf und bilden zusammen mit dem Hafen und der Küste von Puerto de Santiago eines der bekanntesten Panoramen im Westen Teneriffas.
Archipenque ist vor allem am Nachmittag interessant. Gegen Abend wird das Licht weicher und der Sonnenuntergang über dem Atlantik kann spektakulär sein. Bei klarer Sicht ist am Horizont La Gomera zu erkennen.
Der Aussichtspunkt liegt direkt an der Straße und verfügt über Parkmöglichkeiten. Deshalb eignet er sich auch für Besucher, die keine Wanderung machen möchten.
In der Umgebung befinden sich zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants in Puerto de Santiago und Los Gigantes. Für ein Abendessen in einem normalen Restaurant sollte man grob mit 15 bis 30 Euro pro Person rechnen; Restaurants mit Fisch, Meeresfrüchten oder besonders guter Lage können deutlich darüber liegen.
Eine gute Kombination ist:
Mirador de Archipenque → Hafen von Los Gigantes → Spaziergang durch den Ort → Abendessen oder Sonnenuntergang.
Wer die Klippen wirklich erleben möchte, sollte zusätzlich eine Bootsfahrt ab dem Hafen von Los Gigantes erwägen. Vom Wasser wirken die Felswände noch wesentlich größer als vom Aussichtspunkt.
Mirador de Cherfe – spektakuläre Berglandschaft auf dem Weg nach Masca
Die Fahrt von Santiago del Teide nach Masca gehört zu den landschaftlich schönsten, aber auch kurvigsten Straßen Teneriffas. Einer der wichtigsten Stopps unterwegs ist der Mirador de Cherfe.
Hier trifft man auf zwei völlig unterschiedliche Landschaften. In eine Richtung blickt man auf jüngere Vulkanlandschaften rund um Chinyero, Pico Viejo und den Teide. Auf der anderen Seite beginnen die schroffen Berge und tiefen Schluchten des alten Teno-Massivs.
Gerade dieser Kontrast macht Cherfe interessanter als einen gewöhnlichen Fotostopp.
Die TF-436 Richtung Masca ist allerdings schmal und kurvenreich. Wer wenig Erfahrung mit Bergstraßen hat, sollte nicht versuchen, an jeder improvisierten Stelle anzuhalten. Cherfe besitzt einen vorgesehenen Haltebereich und ist deshalb wesentlich angenehmer.
Von hier sind es nur noch wenige Kilometer bis Masca.
Wer früh morgens unterwegs ist, erlebt die Strecke normalerweise entspannter als mitten am Tag, wenn Ausflugsbusse, Mietwagen, Fahrräder und Linienbusse gleichzeitig auf der Straße unterwegs sind.
Mirador de La Garañona – wilde Nordküste in El Sauzal
La Garañona unterscheidet sich deutlich von Chipeque, Anaga oder Los Gigantes. Der Mirador liegt praktisch im Ortsgebiet von El Sauzal, blickt aber unmittelbar auf die hohen Klippen der Nordküste.
Unterhalb befindet sich die Playa de La Garañona, während sich die steile Küstenlinie in beide Richtungen fortsetzt. Der Atlantik wirkt hier häufig wesentlich rauer als an den touristisch erschlossenen Stränden im Süden Teneriffas.
Der Aussichtspunkt ist besonders angenehm, wenn man nicht nur schnell ein Foto machen möchte. In der Umgebung kann man sitzen, etwas trinken und die Küste beobachten.
La Garañona lässt sich hervorragend mit einem Ausflug nach El Sauzal verbinden. Auch die Casa del Vino de Tenerife in El Sauzal ist eine interessante Ergänzung, wenn man sich für kanarische Weine und lokale Produkte interessiert.
Für Reisende zwischen Santa Cruz und Puerto de la Cruz ist der Mirador deshalb ein sinnvoller Zwischenstopp, ohne dass daraus ein großer Umweg entsteht.
La Garañona oder Los Gigantes?
Für dramatische Dimensionen gewinnt Los Gigantes: Die riesigen Felswände sind eines der Wahrzeichen Teneriffas.
La Garañona wirkt dagegen weniger touristisch und stärker wie ein typischer Ausschnitt der Nordküste. Wer in Puerto de la Cruz, La Orotava oder Santa Cruz wohnt, erreicht El Sauzal außerdem wesentlich einfacher.
Welche Aussichtspunkte auf Teneriffa lohnen sich am meisten?
Nicht jeder Besucher muss zehn Miradores abfahren. Viel sinnvoller ist es, Aussichtspunkte auszuwählen, die zur geplanten Route passen.
Für den besten Blick auf den Teide ist Chipeque besonders empfehlenswert.
Für dramatische Küstenlandschaft ist Archipenque mit Blick auf Los Gigantes eine der besten Adressen.
Für grüne Berge und Lorbeerwald sind Pico del Inglés und Cruz del Carmen im Anaga-Gebirge interessanter.
Für das Orotava-Tal eignet sich der Humboldt-Mirador.
Für eine Masca-Tour sollte man Cherfe einplanen.
Wer einfach einen unkomplizierten Mirador in Verbindung mit einem Stadtbesuch sucht, ist in La Paz in Puerto de la Cruz oder La Garañona in El Sauzal gut aufgehoben.
Drei sinnvolle Mirador-Routen mit dem Auto
Statt die Aussichtspunkte einzeln anzufahren, lassen sie sich gut zu kleinen Rundfahrten kombinieren.
Route 1: Anaga
La Laguna → Jardina → Cruz del Carmen → Pico del Inglés
Diese Route eignet sich für alle, die grüne Berge, Lorbeerwald und weite Ausblicke bevorzugen. Wer einen ganzen Tag Zeit hat, kann anschließend Richtung Taganana und Playa de Benijo weiterfahren.
Route 2: Teide und Nordhänge
La Orotava → Mirador de Humboldt → Bergregion → Chipeque → Teide
Hier verändert sich die Landschaft innerhalb weniger Stunden von subtropisch-grün zu trockenem vulkanischem Hochland. Gerade für Erstbesucher ist diese Strecke besonders abwechslungsreich.
Route 3: Teno und Los Gigantes
Santiago del Teide → Mirador de Cherfe → Masca → zurück Richtung Santiago del Teide → Los Gigantes → Mirador de Archipenque
Für diese Strecke sollte man genügend Zeit einplanen. Die Straßen rund um Masca sind langsam und kurvig. Dafür verbindet die Route einige der spektakulärsten Berg- und Küstenlandschaften im Westen Teneriffas.
Was kostet der Besuch der Miradores?
Die hier beschriebenen öffentlichen Aussichtspunkte können grundsätzlich kostenlos besucht werden. Auch für einen kurzen Halt entstehen normalerweise keine Eintrittskosten.
Die eigentlichen Ausgaben eines Mirador-Tages sind Mietwagen, Benzin sowie Essen und Getränke. Ein Kaffee kostet je nach Lage häufig ungefähr 1,50 bis 2,50 Euro, ein einfaches Mittagessen etwa 10 bis 18 Euro, während man in touristischen Restaurants in Los Gigantes oder Puerto de la Cruz eher mit 15 bis 30 Euro oder mehr pro Person rechnen sollte.
Eine geführte Tour kann sinnvoll sein, wenn man keinen Mietwagen nutzen möchte. Wer selbst fährt, ist allerdings wesentlich flexibler – gerade bei Chipeque oder Anaga, wo Wolken und Sichtbedingungen innerhalb kurzer Zeit wechseln können.
Was man bei den Aussichtspunkten besser vermeiden sollte
Ein häufiger Fehler besteht darin, möglichst viele Miradores an einem Tag „abzuarbeiten“. Sie liegen zwar auf der Karte teilweise relativ nah beieinander, doch kurvige Bergstraßen machen die Fahrzeiten länger, als die Kilometerzahl vermuten lässt.
Besonders in Anaga und auf der Straße nach Masca sollte man außerdem nicht spontan am Straßenrand halten, nur weil sich gerade eine gute Aussicht bietet. Viele Stellen sind unübersichtlich und bieten kaum Platz für ein Fahrzeug.
Auch die Kleidung sollte zur Höhenlage passen. Zwischen Costa Adeje und Chipeque können gleichzeitig völlig unterschiedliche Bedingungen herrschen. Am Meer kann es warm und windstill sein, während man in 1.500 oder 2.000 Metern Höhe in Wolken, Wind und deutlich niedrigere Temperaturen gerät.
Und schließlich lohnt es sich, flexibel zu bleiben. Wenn Pico del Inglés komplett im Nebel liegt, kann Jardina wenige Kilometer weiter freie Sicht haben. Wenn das Orotava-Tal unter einer dichten Wolkendecke verschwindet, kann genau das der perfekte Moment sein, nach Chipeque hinaufzufahren.
Fazit: Welcher Mirador ist der schönste auf Teneriffa?
Einen einzigen besten Aussichtspunkt auf Teneriffa gibt es kaum, weil die Landschaften zu unterschiedlich sind. Wer den Teide über einem Wolkenmeer sehen möchte, sollte Chipeque wählen. Für die mächtigen Klippen der Westküste ist Archipenque bei Los Gigantes die bessere Adresse. Im Anaga-Gebirge bietet Pico del Inglés eines der eindrucksvollsten Bergpanoramen, während Jardina und Cruz del Carmen besonders einfach mit einer Fahrt ab La Laguna zu kombinieren sind.
Gerade darin liegt der Reiz der Miradores auf Teneriffa: Innerhalb eines einzigen Tages kann man auf grüne Täler, jahrmillionenalte Bergmassive, schwarze Vulkanlandschaften und den offenen Atlantik blicken.
Statt möglichst viele Aussichtspunkte auf einer Liste abzuhaken, lohnt es sich deshalb, zwei oder drei passend zur jeweiligen Tagesroute auszuwählen. So werden die Miradores nicht nur kurze Fotostopps, sondern ein Teil der eigentlichen Reise durch Teneriffa.


