Teneriffa Ausflüge: Die schönsten Touren und Erlebnisse
Teneriffa ist viel mehr als Sonne und Strand. Innerhalb eines einzigen Tages kannst du vom Atlantik durch kanarische Kiefernwälder bis in eine fast vegetationslose Vulkanlandschaft auf mehr als 2.000 Metern Höhe fahren. Im Nordosten warten die grünen Berge von Anaga, im Westen das spektakuläre Teno-Gebirge mit Masca und an der Südwestküste gehören Wale und Delfine zu den besonderen Erlebnissen auf dem Meer.
Welche Ausflüge auf Teneriffa sich am meisten lohnen, hängt davon ab, wo du wohnst, ob du einen Mietwagen hast und wie aktiv du unterwegs sein möchtest. Viele Ziele lassen sich individuell besuchen, während bei Bootstouren, dem Teide oder bestimmten Wanderungen eine Reservierung oder organisierte Tour sinnvoll ist. Hier findest du die interessantesten Möglichkeiten mit praktischen Tipps für die Planung.
Teide-Ausflug: Vulkanlandschaft im Herzen Teneriffas
Ein Besuch im Teide-Nationalpark gehört für viele Reisende zum Höhepunkt des Teneriffa-Urlaubs. Schon die Fahrt hinauf ist Teil des Erlebnisses. Aus dem Süden oder Norden führt die Straße zunächst durch kanarische Kiefernwälder und anschließend in die gewaltige Caldera Las Cañadas mit Lavafeldern, erstarrten Lavaströmen und ungewöhnlichen Felsformationen.
Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte nicht einfach direkt zur Seilbahn fahren. Besonders lohnend sind Zwischenstopps an Aussichtspunkten sowie bei Minas de San José und den Roques de García. Für den Nationalpark solltest du mindestens einen halben Tag reservieren; mit längerer Wanderung oder Seilbahnfahrt wird daraus problemlos ein Tagesausflug.
Teide-Seilbahn und Gipfel
Mit der Teleférico del Teide gelangst du von der Talstation auf etwa 2.350 Metern bis zur oberen Station La Rambleta auf rund 3.555 Metern. Von dort führen verschiedene Wege zu Aussichtspunkten. Für den Zugang über den Sendero Telesforo Bravo bis zum eigentlichen Teide-Gipfel gelten besondere Regeln und eine vorherige Reservierung ist erforderlich.
Die einfache Hin- und Rückfahrt mit der Seilbahn kostet für nicht auf den Kanaren ansässige Erwachsene derzeit ungefähr 43 Euro. Preise und Verfügbarkeit können sich ändern; Tickets solltest du besonders in Ferienzeiten frühzeitig über Volcano Teide prüfen. Informationen zu genehmigungspflichtigen Wegen findest du bei Tenerife ON.
Auch im Sommer gehören eine Jacke, feste Schuhe, Wasser und Sonnenschutz ins Gepäck. Die Temperaturen im Hochgebirge können deutlich niedriger sein als gleichzeitig an der Küste.
Bootstouren: Wale und Delfine vor Teneriffa beobachten
Die Gewässer zwischen Teneriffa und La Gomera gehören zu den bekanntesten Gebieten der Kanarischen Inseln für die Beobachtung von Meeressäugern. Besonders häufig starten Wal- und Delfintouren in Puerto Colón in Costa Adeje, aber auch von Los Cristianos und Los Gigantes fahren Ausflugsboote.
Kurze Touren dauern häufig etwa zwei Stunden und konzentrieren sich auf die Tierbeobachtung. Längere Fahrten verbinden die Suche nach Walen und Delfinen oft mit einer Fahrt entlang der Küste und einer Badepause. Kleine Boote bieten eine persönlichere Atmosphäre, während größere Katamarane mehr Bewegungsfreiheit bieten und für Familien häufig komfortabler sind.
Bei der Buchung solltest du nicht allein auf den niedrigsten Preis achten. Empfehlenswert sind offiziell zugelassene Anbieter, die Abstand zu den Tieren halten und die Regeln für verantwortungsvolle Walbeobachtung beachten. Garantieren lässt sich eine Sichtung nie – schließlich handelt es sich um wild lebende Tiere.
Anaga-Gebirge: Lorbeerwald und spektakuläre Aussichtspunkte
Das Anaga-Gebirge im Nordosten Teneriffas zeigt eine völlig andere Landschaft als die Feriengebiete im Süden. Die Berge sind grüner, die Täler tiefer und in höheren Lagen führen Wege durch feuchten Lorbeerwald. Besonders praktisch ist eine Fahrt von La Laguna über die TF-12.
Ein guter erster Stopp ist der Mirador de Jardina mit Blick Richtung La Laguna. Weiter oben liegt Cruz del Carmen, einer der wichtigsten Ausgangspunkte für Wanderungen in Anaga. Hier beginnen sowohl kurze Waldspaziergänge als auch längere Touren.
Für einen ganzen Tagesausflug kannst du anschließend weiter Richtung Taganana, Almáciga und Benijo fahren. Die Straßen sind teilweise eng und kurvenreich. Wer Bergstraßen nicht gewohnt ist, sollte genügend Zeit einplanen und Fahrten in der Dunkelheit möglichst vermeiden.
Masca und das Teno-Gebirge
Kaum eine Berglandschaft auf Teneriffa ist so dramatisch wie das Teno-Gebirge. Sein bekanntestes Dorf ist Masca, das zwischen steilen Felsen und tief eingeschnittenen Schluchten liegt. Bereits die Anfahrt von Santiago del Teide über die kurvenreiche TF-436 bietet außergewöhnliche Ausblicke.
Wer nur das Dorf und die Aussicht genießen möchte, benötigt in Masca selbst keine vielen Stunden. Anders sieht es bei der bekannten Masca-Schlucht aus: Für diese Wanderung gelten geregelte Zugangsbedingungen und Reservierungen. Vor einer geplanten Tour solltest du deshalb unbedingt den aktuellen Status bei Tenerife ON prüfen.
Mit dem Mietwagen lässt sich Masca gut mit Buenavista del Norte, Garachico oder Los Gigantes kombinieren. Eine Rundfahrt durch das Teno-Gebirge ist landschaftlich großartig, aber deutlich zeitaufwendiger, als die Kilometerzahl auf der Karte vermuten lässt.
Garachico: historischer Ort an der Nordwestküste
Ein besonders lohnender Zwischenstopp auf einer Tour durch den Westen ist Garachico. Der Ort war einst einer der wichtigsten Häfen Teneriffas, bevor ein Vulkanausbruch im Jahr 1706 große Teile des damaligen Hafens verschüttete. Heute gehört Garachico wegen seiner historischen Gebäude, kleinen Plätze und vulkanischen Küste zu den interessantesten Orten im Norden.
Im Zentrum kannst du durch die Straßen rund um die Plaza de la Libertad laufen. Direkt an der Küste befinden sich außerdem die natürlichen Meerwasserbecken El Caletón. Ob Baden möglich ist, hängt vom Wellengang ab. Bei starkem Atlantikswell solltest du die Absperrungen unbedingt beachten.
Garachico eignet sich besonders gut für eine Kombination mit Masca und Icod de los Vinos. Wer gemütlicher reisen möchte, verteilt diese Ziele allerdings besser auf zwei Tage.
Stadtausflug nach La Laguna und Santa Cruz
Neben Natur und Vulkanlandschaften lohnt sich auch ein kultureller Tagesausflug. San Cristóbal de La Laguna besitzt eine hervorragend erhaltene historische Altstadt. Rund um die Calle Obispo Rey Redondo und Calle San Agustín findest du traditionelle kanarische Häuser, Innenhöfe, Kirchen, Cafés und kleine Geschäfte.
La Laguna lässt sich gut mit Santa Cruz de Tenerife kombinieren. In der Hauptstadt lohnt sich ein Besuch des Mercado de Nuestra Señora de África, bevor du durch das Zentrum, den Parque García Sanabria oder Richtung Auditorio de Tenerife weitergehst.
Für Urlauber ohne Mietwagen ist diese Kombination besonders einfach: Santa Cruz und La Laguna sind durch die Straßenbahn miteinander verbunden.
Strandausflüge: vom sonnigen Süden zur wilden Küste
Teneriffas Strände unterscheiden sich je nach Inselregion erheblich. Im Süden erwarten dich gut erschlossene Strände wie Playa de Las Vistas, Playa del Camisón, Playa de Fañabé und Playa del Duque. Dort gibt es Promenaden, Restaurants und eine umfangreiche touristische Infrastruktur.
Deutlich ursprünglicher wirkt die Küste im Norden und Nordosten. Schwarzer Vulkansand, Felsen und steile Küstenhänge sorgen dort für spektakuläre Landschaften, gleichzeitig ist der Atlantik häufig rauer.
Für Familien und entspanntes Schwimmen ist der Süden meistens einfacher. Wer hingegen Landschaft, Fotomotive und weniger touristische Küstenabschnitte sucht, sollte auch kleinere Strände abseits der großen Ferienorte erkunden. Bei abgelegenen Stränden ist es besonders wichtig, auf Strömungen und Wellengang zu achten.
Wassersport: El Médano, Tauchen, Kajak und SUP
El Médano ist das bekannteste Zentrum Teneriffas für Wind- und Kitesurfen. Durch die häufig guten Windbedingungen findest du entlang der Bucht zahlreiche Schulen und Verleiher. Die Region eignet sich sowohl für erfahrene Surfer als auch für Einsteigerkurse.
Auch Tauchen und Schnorcheln sind an vielen Stellen der Süd- und Südostküste möglich. Wer noch nie getaucht ist, kann einen begleiteten Schnuppertauchgang buchen. Kajak- und Stand-up-Paddling-Touren werden besonders in den touristischen Küstenorten im Süden angeboten.
Vergleiche bei Wassersportangeboten nicht nur den Preis, sondern auch Gruppengröße, Dauer, enthaltene Ausrüstung und Versicherung. Ein günstiger Einstiegspreis ist wenig aussagekräftig, wenn Ausrüstung oder Transport später extra bezahlt werden müssen.
Aussichtspunkte und Panoramatouren
Manche der schönsten Teneriffa-Ausflüge benötigen weder Eintrittskarte noch großes Programm. Eine Fahrt zu verschiedenen Miradores kann einen ganzen Tag füllen. Besonders abwechslungsreich sind die Aussichtspunkte in Anaga, Teno und entlang der Straßen zum Teide.
Ein weniger bekanntes Ziel ist die Umgebung von Igueste de San Andrés nordöstlich von Santa Cruz. Das kleine Dorf liegt unterhalb steiler Anaga-Berge und bietet einen ganz anderen Eindruck als die großen Ferienorte im Süden.
Sehr gut lässt sich Igueste mit San Andrés und Playa de Las Teresitas verbinden. So kombinierst du an einem Tag Berglandschaft, ein kleines kanarisches Dorf und einen der bekanntesten Strände der Insel.
Kulinarische Ausflüge und Guachinches
Wer Teneriffa auch kulinarisch kennenlernen möchte, sollte einen Ausflug in den Norden unternehmen. Rund um Tacoronte, La Matanza, La Victoria und Santa Úrsula findest du zahlreiche traditionelle Lokale und Guachinches.
Typische Gerichte sind Papas arrugadas mit Mojo, gegrilltes Fleisch, Kichererbsengerichte, kanarischer Käse und lokale Weine. Ein einfaches Essen in einem traditionellen Lokal kann preislich deutlich günstiger sein als ein Abendessen direkt an den touristischen Promenaden von Costa Adeje oder Playa de las Américas.
Eine weitere gute Adresse für Lebensmittel und regionale Produkte ist der Mercado de Nuestra Señora de África in Santa Cruz. Besonders am Vormittag ist der Markt ein interessanter Zwischenstopp für Käse, Obst, Gemüse, Fisch und andere Produkte der Kanaren.
Teneriffa-Ausflüge mit oder ohne Mietwagen?
Mit einem Mietwagen bist du besonders bei Anaga, Teno, Garachico und kleineren Aussichtspunkten deutlich flexibler. Du kannst früher starten, spontan anhalten und Orte miteinander kombinieren, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwieriger zu erreichen sind.
Organisierte Ausflüge sind dagegen praktisch für den Teide, wenn du dich nicht selbst um Fahrt und Reservierungen kümmern möchtest. Auch Walbeobachtungen sind naturgemäß nur mit einem entsprechenden Bootsanbieter möglich.
Santa Cruz und La Laguna lassen sich dagegen sehr gut ohne Auto besuchen. Auch viele größere Orte sind mit den TITSA-Bussen erreichbar. Wer hauptsächlich Städte und touristische Küstenorte sehen möchte, braucht deshalb nicht unbedingt für den gesamten Urlaub einen Mietwagen.
Tipps für die Planung deiner Teneriffa-Ausflüge
- Früh starten: Besonders Teide, Masca und Anaga sind am Vormittag meist angenehmer zu erkunden.
- Bergstraßen nicht unterschätzen: Kurze Entfernungen können wegen vieler Kurven deutlich länger dauern.
- Wetter nach Region prüfen: Sonne im Süden bedeutet nicht automatisch gutes Wetter in Anaga oder am Teide.
- Reservierungen kontrollieren: Für bestimmte Wanderwege und Aktivitäten gelten Zugangs- oder Buchungsregeln.
- Jacke mitnehmen: Selbst an warmen Tagen kann es im Hochgebirge kühl und windig sein.
- Nicht zu viel kombinieren: Zwei oder drei gut gewählte Stopps ergeben meist einen schöneren Tag als eine hektische Inselrundfahrt.
Fazit: Welche Ausflüge auf Teneriffa lohnen sich besonders?
Die besten Teneriffa-Ausflüge zeigen die enorme landschaftliche Vielfalt der Insel. Für einen ersten Aufenthalt gehört der Teide-Nationalpark fast immer auf die Liste. Eine Wal- und Delfintour zeigt Teneriffa vom Meer aus, während Anaga und Teno besonders für Naturfreunde und Wanderer interessant sind.
Wenn du eine Woche auf Teneriffa bist, bietet sich eine Kombination aus Teide, Anaga und einer Bootstour an. Bei einem längeren Aufenthalt kommen Masca, Garachico, La Laguna, Santa Cruz und kleinere Küstenausflüge hinzu. Versuche dabei nicht, die ganze Insel an einem einzigen Tag abzuhaken: Gerade Teneriffas Bergstraßen, Aussichtspunkte, kleine Dörfer und spontane Zwischenstopps machen oft den besonderen Reiz eines Ausflugs aus.






